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Anleihen / AIF, Crowd-Investment, Wachhund
Insolvenzantrag bei Autarq und econnext AG
Die Autarq GmbH hat Miniatur-Solarmodule entwickelt, die auf Tondachziegel aufgesetzt werden. Nun hat das Unternehmen aus Brandenburg einen Insolvenantrag gestellt. Über 1.000 Anlegerinnen und Anleger von Autarq sind betroffen. Auch bei der econnext AG, der Mehrheitsgesellschafterin von Autarq, und weiteren ihrer Portfoliounternehmen wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.
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Die Autarq GmbH hatte 2018 über die Plattform GLS Crowd ein Nachrangdarlehensangebot innerhalb von wenigen Stunden mit 1,25 Millionen Euro vollständig platziert. Die Laufzeit dieser Nachrangdarlehen endete bereits 2022. Die Zins- und Tilgungszahlungen an die Anlegerinnen und Anleger erfolgten gemäß den Angaben auf der GLS Crowd-Internetseite vollständig.
Riskantes Investment
Ende 2022 bot die Autarq GmbH weitere Nachrangdarlehen über die Plattform Econeers an, die inzwischen mit der Plattform OneCrowd verschmolzen ist. Gemäß den Angaben auf der OneCrowd-Internetseite haben 1.006 Investorinnen und Investoren insgesamt 1,3875 Millionen Euro angelegt. Die Nachrangdarlehen haben eine unbefristete Laufzeit. Eine ordentliche Kündigung ist laut Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB, Stand: 22.11.2022) durch die Anleger oder die Emittentin frühestens zum 31. Dezember 2027 möglich.
ECOreporter hatte sich das Nachrangdarlehensangebot hier näher angesehen und auf die hohen Risiken hingewiesen. Dem Artikel vom Dezember 2022 ist auch zu entnehmen, dass die econnext AG, Hauptgesellschafterin der Autarq GmbH, seit ihrem Einstieg im Dezember 2017 eine Anschubfinanzierung von 15 Millionen Euro gegeben hat. Gemäß den Angaben im Jahresabschluss der Autarq GmbH für ihr Geschäftsjahr 2022, der im Dezember 2024 im Unternehmensregister veröffentlicht wurde, verzeichnete die Autarq GmbH für 2022 einen Jahresfehlbetrag von rund 8,7 Millionen Euro, wodurch zum 31.12.2022 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von rund 7,5 Millionen Euro entstand.
econnext AG mit mehreren nachhaltigkeitsorientierten Beteiligungen
Die econnext AG aus Frankfurt am Main hat in mehrere Unternehmen investiert, die nach econnext-Angaben im Einklang mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) einen langfristigen, profitablen und skalierbaren positiven Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt haben. Dazu gehören Unternehmen aus den Bereichen Recyclingtechnik für Photovoltaikmodule, Nachhaltigkeits-Screening, Biokohle-Produktion/CO2-Zertifikate, Erneuerbare-Energie-Systeme für Entwicklungs- und Schwellenländer sowie Hochtemperaturspeicher für CO2-freie Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien.
Gemäß den Angaben auf dem Portal insolvenzbekanntmachungen.de wurde in dem Verfahren über den Antrag der Autarq GmbH auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen am 26.5.2025 um 14:00 Uhr unter anderem angeordnet, dass der Rechtsanwalt Dr. Florian Linkert aus Berlin zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wird.
Die Anordnung in dem Verfahren über den Antrag der econnext AG auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen erfolgte ebenfalls am 26.5.2025 um 14:00 Uhr.
Bei weiteren vier Unternehmen, die gemäß den Angaben auf der econnext-Internetseite (Abruf: 4.6.2025) zum econnext-Portfolio gehören, wurde auch im Mai 2025 Rechtsanwalt Linkert zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Bei den Firmen handelt es sich um die Circular Carbon GmbH (Hauptniederlassung Würzburg, Zweigniederlassung Hamburg), die ESG Screen17 GmbH aus Frankfurt am Main, die GRIPS Energy GmbH aus Berlin und die Lumenion GmbH aus Berlin.
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09.07.26
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