Der Süßwarenkonzern Katjes setzt verstärkt auf vegetarische und vegane Produkte. / Foto: imago images, Dean Pictures

  Anleihen / AIF, Crowd-Investment

Katjes Greenfood investiert in 14. Start-up – Crowdinvesting mit 5 % Zins im Angebot

Die Katjesgreenfood GmbH & Co. KG hat diese Woche mit „Unmilk“ eine weitere Beteiligung gemeldet. Katjes Greenfood investiert nach eigenen Angaben in „innovative Start-ups, deren pflanzenbasierte Produkte den Wandel des Lebensmittelmarkts zu mehr Nachhaltigkeit gestalten“. Anlegerinnen und Anleger können mitinvestieren, indem sie ab 1.000 Euro Nachrangdarlehen zeichnen. Bei einer Laufzeit von rund fünf Jahren beträgt der Zinssatz 5 Prozent pro Jahr plus erfolgsabhängigem Bonuszins.

Emittentin und Anbieterin der Nachrangdarlehen ist die Katjesgreenfood GmbH & Co. KG aus Düsseldorf. Die Emittentin bildet zusammen mit zwei Schwestergesellschaften die Katjes Gruppe. Die Emittentin ist nach eigenen Angaben inzwischen an 14 Unternehmen – insbesondere aus Deutschland und den USA – beteiligt. Unmilk ist neben weiteren Food-Marken wie der seit November 2021 börsennotierten Veganz Group AG Start-up Nr. 14 im Portfolio. Unmilk setzt auf Pflanzen-Drinks auf Basis von Hafer- und Erbsenprotein.

Wozu dient das Anlegerkapital?

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Das Emissionsvolumen der Nachrangdarlehen beträgt bis zu 3 Millionen Euro. Davon sind nach Angaben von invest-katjesgreenfood bereits rund 2,4 Millionen Euro platziert (Stand: 5.1.2022)

Die Emittentin möchte laut Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB, Stand: 3.11.2021) mit dem Anlegerkapital den Kaufpreis von 1,4 Millionen Euro für bereits erworbene Beteiligungen an zwei deutschen Greenfood-Start-ups begleichen und zudem einen Teil ihrer operativen Kosten decken, die während der Laufzeit der Nachrangdarlehen anfallen.

Bei den beiden Start-ups handelt es sich um die Haferkater GmbH und die SD Sugar Daddies GmbH. SD Sugar Daddies ist laut VIB Inhaberin der Marke „Cookie Bros.“ und vertreibt Teig- und Süßwaren, insbesondere löffelfertigen Keksteig aus dem Kühlregal. Haferkater betreibt laut VIB gastronomische Unternehmen selbst oder als Franchisegeber für Porridgegerichte to go, vorrangig in deutschen Bahnhöfen.

Laufzeit und Zins

Die Vermittlung der Nachrangdarlehen erfolgt über die Internet-Dienstleistungsplattformen invest-katjesgreenfood, gruene-sachwerte und greenvesting.

Die Laufzeit des Nachrangdarlehens beginnt laut VIB für jede Anlegerin und jeden Anleger individuell mit Vertragsschluss und endet einheitlich am 31. Dezember 2026. Der Zinssatz beträgt 5,0 Prozent pro Jahr. Daneben kann es einen einmaligen, erfolgsabhängigen und am Ende der Laufzeit fälligen Bonuszins von 5,0 Prozent geben, wenn während der Laufzeit des Nachrangdarlehens mindestens ein Exit (Ausstieg) aus einer der von der Emittentin gehaltenen Beteiligungen erfolgt.

Hohe Risiken

Das Geschäftsmodell der Emittenten besteht laut VIB darin, sich als Wagniskapitalunternehmen an Firmen in einer frühen Unternehmensphase zu beteiligen, die pflanzenbasierte und nachhaltige Lebensmittel anbieten. Setzt sich die Geschäftsidee eines Beteiligungsunternehmens am Markt nicht durch oder kann dessen geplanter Geschäftsaufbau nicht wie erhofft umgesetzt werden, besteht für die Emittentin laut VIB ein erhöhtes Risiko, dass ihre Beteiligung an diesem Unternehmen nicht die erhoffte Rendite erbringt oder vollständig an Wert verliert.

Bei einer negativen Entwicklung eines Beteiligungsunternehmens kann die Emittentin laut VIB gezwungen sein, eine nicht geplante Nachfinanzierung dieses Beteiligungsunternehmens vorzunehmen, um einen Wertverlust zu begrenzen oder einen vollständigen Verlust zu verhindern. In diesem Fall würde sich die Risikoposition der Emittentin bei dem betreffenden Beteiligungsunternehmen erhöhen. Sollte laut VIB eine größere Anzahl von Beteiligungsunternehmen scheitern, könnte dies die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin wesentlich beeinträchtigen.

Bei der angebotenen Vermögensanlage handelt es sich um unbesicherte Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt und vorinsolvenzlicher Durchsetzungssperre. Für Anlegerinnen und Anleger besteht das Risiko, dass sie ihr eingesetztes Kapital verlieren.

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