Die organischen Abfälle seiner Lachszucht will Bakkafrost künftig für die Erzeugung grünen Stroms nutzen. / Foto: Bakkafrost

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Lachszüchter Bakkafrost startet Stromproduktion aus eigenen Abfällen

Der färöische Lachszüchter Bakkafrost hat in seiner Biogasanlage FÖRKA die Energiegewinnung aus den Abfällen des eigenen Zuchtbetriebs gestartet. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Anlage soll mit biologischen Abfällen aus der eigenen Brüterei und weiteren Abfällen bis zu 400 Haushalte auf den Färöer-Inseln mit Strom versorgen können.

Vor wenigen Tagen holte laut Bakkafrost erstmals ein speziell ausgerüsteter Lkw bioorganische Reststoffe aus der Produktion der Brüterei Strond für die Biogasanlage ab. Die Gesamtproduktion von grüner Energie aus biologischem Abfall von Bakkafrosts größter Brüterei wird voraussichtlich 1.120 Megawattstunden (MWh) pro Jahr betragen, was dem jährlichen Stromverbrauch von 225 Haushalten entspricht.

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"Dies ist ein großer Schritt in Richtung unseres Ziels, das gesamte Material aus unserer Lachsproduktion zu verwerten. Wir haben das Privileg, zu den Ersten auf den Färöern zu gehören, die biologische Abfälle zur Erzeugung von grüner Energie nutzen", sagt Rógvi Jacobsen, Betriebsleiter der Brüterei in Strond.

Unternehmensangaben zufolge haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FÖRKA technische Ausrüstung vorbereitet, um einen sicheren Umgang mit den biologischen Abfällen zu gewährleisten. Für den Lkw wurde ein Desinfektionssystem entwickelt, um ihn für den Transport von bioorganischem Dünger tauglich zu machen.

Kuhdung wird schon jetzt verstromt

"Bei FÖRKA haben wir einen Lkw, der speziell für den Transport von biologischen Abfällen von der Brüterei Strond zu FÖRKA ausgerüstet ist. Wir haben ein Desinfektionssystem entwickelt, um den Lkw zu desinfizieren und sicherzustellen, dass keine Krankheiten verbreitet werden, wenn der Lkw den biologischen Dünger zu den Landwirten transportiert. Wenn aus den biologischen Abfällen grüne Energie erzeugt wird, werden die Reste für bioorganischen Dünger verwendet, der wertvolle Nährstoffe enthält. Für die Landwirtschaft bedeutet dies einen geringeren Verbrauch an importierten Düngemitteln", sagt FÖRKA-Betriebsleiter Fróði Mortensen.

Neben der Energieerzeugung aus den biologischen Abfällen der Bakkafrost-Betriebe produziert FÖRKA auch Energie aus dem Kuhmist von Landwirten im ganzen Land. Im November erzeugte FÖRKA 212 MWh, was dem monatlichen Verbrauch von 510 Haushalten entspricht. Ziel ist es, dauerhaft Wärme für 400 Haushalte und Strom für 1.900 Häuser zu produzieren.

Die Bakkafrost-Aktie steht im Handel an der Börse Stuttgart aktuell bei 50,10 Euro und ist damit 2,1 Prozent im Minus zum Vortag (Stand: 16.12.2020, 08:06 Uhr). Auf Jahressicht ist die Aktie 4,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 17,8 Prozent an Wert verloren.

Bakkafrost ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Mittelklasse-Aktien. Lesen sich auch unser Unternehmensporträt.

Bakkafrost P/F: ISIN FO0000000179 / WKN A1CVJD

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