Moller Maersk profitiert derzeit von Engpässen im weltweiten Seehandel. / Foto: ECOreporter, Jörg Weber

  Nachhaltige Aktien

Moller Maersk erwartet noch mehr Gewinn – Spannungen im Roten Meer halten die Preise hoch

Die dänische Großreederei Moller Maersk geht davon aus, in diesem Jahr mehr Geld zu verdienen als bislang erwartet. Hintergrund ist die weiterhin schwierige Situation im Roten Meer. Wie entwickelt sich die Maersk-Aktie?

Seit Monaten legen Angriffe von Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe den Warentransport durch das Rote Meer weitestgehend lahm, der zu normalen Zeiten etwa 12 Prozent des weltweiten Seehandels ausmacht. Reedereien wie Maersk meiden das Gebiet und leiten ihre Schiffe über das Kap der Guten Hoffnung im Süden Afrikas um. Dort sorgen seit einigen Wochen starke Winde, hoher Wellengang und heftige Regenfälle für zusätzliche Verzögerungen (ECOreporter berichtete hier).

Die Folge: Schiffstransporte sind derzeit sehr teuer. Maersk geht davon aus, dass diese Situation noch bis mindestens Ende 2024 anhalten wird, und erwartet mittlerweile für das Gesamtjahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten von 3 bis 5 Milliarden US-Dollar. Bislang lag die Prognose bei 1 bis 3 Milliarden Dollar. Maersk hat in diesem Jahr bereits dreimal seine Gewinnerwartungen angehoben.

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Weil die Frachtraten 2023 noch höher waren, liegt der operative Gewinn des Konzerns für das zweite Quartal 2024 nach vorläufigen Zahlen mit 756 Millionen Dollar mehr als 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. Maersk hat bei Containertransporten zu Wasser einen Weltmarktanteil von über 15 Prozent. Seine vollständigen Geschäftszahlen für das zweite Quartal will der Konzern am 7. August veröffentlichen.

Die Maersk-Aktie schwankte in den letzten Jahren ebenso stark wie die Frachtraten. Auf zwölf Monate gesehen notiert sie 15 Prozent im Minus, auf fünf Jahre 56 Prozent im Plus. Heute steht der Kurs im Tradegate-Handel bei 1.445,00 Euro (2.8.2024, 9:03 Uhr).

Maersk profitiert momentan zwar von den hohen Frachtraten, räumt aber selbst ein, dass die "Unvorhersehbarkeit der Lage am Roten Meer" und die "Unklarheit über das künftige Angebot und die Nachfrage" für starke Unsicherheiten sorgen. Ursprünglich hatte der Konzern für dieses Jahr sogar mit möglichen Verlusten kalkuliert. Die Aktie bleibt nach Einschätzung von ECOreporter eine spannende Investment-Idee für Anlegerinnen und Anleger, die mit erhöhten Risiken leben können. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 11 ist die Aktie derzeit moderat bewertet. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 beträgt gute 2,3 Prozent.

A.P. Moller-Maersk A/S Class A:

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