MVV Energie möchte erneut eine hohe Dividende ausschütten. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

MVV Energie will die Wärmewende voranbringen

Der Mannheimer Energieversorger MVV Energie hat sein Geschäftsjahr 2021/22 (Oktober bis September) mit soliden Ergebnissen abgeschlossen. Wie läuft die Aktie?

MVV erzielte 2021/22 im Kerngeschäft einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro. Das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn stieg um 17 Prozent auf 176 Millionen Euro.

Bei der Prognose für 2023 bleibt MVV-Chef Georg Müller „vorsichtig, denn die Bedingungen an den Märkten, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Auswirkungen auf Lieferketten können nennenswerte Auswirkungen nach sich ziehen“. Insgesamt sei er aber „zuversichtlich, unser operatives Ergebnis mindestens auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres halten zu können“.

Die Dividende soll unverändert bei 1,05 Euro je Aktie bleiben. Das entspräche beim aktuellen Börsenkurs von 28,80 Euro (Tradegate-Handel, 14.12.2022, Schlusskurs) einer attraktiven Dividendenrendite von 3,6 Prozent.

Mehr als ein Drittel grüne Energie

MVV ist kein kerngrünes Unternehmen, der Anteil fossiler Energien am Gesamtgeschäft sinkt allerdings. Zum Ende seines Geschäftsjahres 2021/22 verfügte MVV über einen Bestand an grünen Strom- und Wärmekraftwerken von knapp 1,5 Gigawatt. Das ist etwas mehr als ein Drittel der Energieerzeugungskapazität des Konzerns. Zudem kümmert sich MVV um die Betriebsführung von Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Kapazität von 3,8 Gigawatt.

Der zweitgrößte Fernwärmeversorger Deutschlands will bis 2040 an allen seinen Standorten eine klimaschonende Wärmeversorgung anbieten. In der Region Mannheim ist eine Umstellung auf 100 Prozent nachhaltige Energiequellen bis spätestens 2030 geplant. Dafür setzt MVV unter anderem auf eine erste Flusswärmepumpe, den Anschluss eines Biomasseheizkraftwerks an das Fernwärmenetz, zusätzliche Abwärmenutzung aus der thermischen Abfallbehandlung und auf Wärme aus Tiefengeothermie. 2023 möchte der Konzern zudem eine erste Pilotanlage zur CO2-Abscheidung in Mannheim errichten.

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