Maximilian Gege gibt die B.A.U.M.-Spitze an Yvonne Zwick ab. / Foto: B.A.U.M.

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Nach 37 Jahren: Maximilian Gege tritt als B.A.U.M.-Vorsitzender ab

Nach mehr als 30 Jahren gibt es an der Spitze des Bundesdeutschen Arbeitskreises für umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) einen Wechsel. Professor Dr. Maximilian Gege, der das Unternehmensnetzwerk 1984 mitgegründet und maßgeblich aufgebaut hat, übergibt den Vorsitz an Yvonne Zwick. Zwick habe sich beim Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung als Stellvertretende Generalsekretärin und vor allem durch den Aufbau des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) „breite und große Anerkennung erworben“, so der Verein in einer Mitteilung.

"Nach 37 Jahren Vorstandsarbeit bei B.A.U.M. ist es nun an der Zeit, den Vorsitz abzugeben und den Generationenwechsel einzuleiten", erklärt Gege. "Wir haben erfreulicherweise mit Yvonne Zwick eine hervorragende Nachfolgerin gefunden, die mit viel Tatkraft und exzellentem Know-how B.A.U.M. in die Zukunft führen wird."

Der gemeinnützige Verein B.A.U.M. engagiert sich seit 1984 für nachhaltiges, ressourceneffizientes Wirtschaften. Er ist der weltweit älteste und größte Unternehmer-Umweltverband. In seiner Zeit als Vorsitzender legte Gege etwa gemeinsam mit der GLS Bank den nachhaltigen B.A.U.M. Fair Future Fonds auf. Ein ECOreporter-Interview mit Maximilian Gege lesen Sie hier.

Zwick selbst spart ebenfalls nicht mit Lob für ihren Vorgänger: "Maximilian Gege hat B.A.U.M. geprägt wie kein Zweiter. Für Unternehmen und Politik hat er B.A.U.M. über viele Jahre als zuverlässigen, konstruktiven Partner profiliert. Daran knüpfe ich gerne an."

Marktanreize als Kernthema

Die Diplom-Theologin durchlief ab 2004 verschiedene Positionen in der Geschäftsstelle des Rats für Nachhaltige Entwicklung. Zuletzt war sie dort Stellvertretende Generalsekretärin und Leiterin des Büros Deutscher Nachhaltigkeitskodex.

Die neue B.A.U.M.-Vorsitzende bringt laut Verein insbesondere Expertise bei den Themen Berichterstattung, Sustainable Finance und Accounting mit. Einen programmatischen Schwerpunkt sieht sie demnach in deren konstruktiver Verknüpfung – um den Berichtsaufwand für Unternehmen zu senken und gleichzeitig die Marktrelevanz der Berichterstattung zu erhöhen.

Ein Kernthema soll die Frage sein, wie Märkte nachhaltige Entwicklung verhindern oder mittels Anreizstrukturen fördern können. Auch klassische Themen des Umweltmanagements stehen auf der Agenda, beispielsweise die Frage, was Klimaneutralität in der betrieblichen Praxis konkret bedeutet und unter welchen Voraussetzungen sich davon wirklich sprechen lässt.

Gege wird die Arbeit von B.A.U.M. als Ehrenvorsitzender weiterhin begleiten und unter anderem dazu beitragen, das von ihm entwickelte Konzept eines Zukunfts- und Klimaplans voranzutreiben, um privates Geld für ein Post-Corona-Konjunkturprogramm bereitzustellen. Auch die erfolgreiche Weiterentwicklung des B.A.U.M. Fair Future Fonds sowie die Arbeit seiner Stiftung "Chancen für Kinder", die weltweit Kinderbildungsprojekte fördert, werden den Nachhaltigkeitsexperten auch im Ruhestand noch weiter beschäftigen.

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