ECOreporter sieht Nachbesserungsbedarf bei Ausschlusskriterien für ETFs und Fonds. / Symbolbild: Pixabay

  Fonds / ETF

Nachhaltige Fonds und ETFs: Diese fünf Ausschlusskriterien fehlen aus Sicht von ECOreporter

Wer einen nachhaltigen Fonds oder ETF kauft, erwartet meist klare Grenzen: kein Geld für Kohle, Waffen oder Tabak. Doch bei anderen problematischen Geschäftsmodellen gibt es blinde Flecken – obwohl auch sie Klima, Umwelt oder Gesellschaft erheblich belasten. ECOreporter nennt fünf Ausschlusskriterien, die wir auf Negativlisten vermissen.

Nachhaltige Fonds und ETFs arbeiten in der Regel mit Ausschlusskriterien. Bestimmte Geschäftsfelder gelten dann als nicht vereinbar mit dem Nachhaltigkeitsanspruch und kommen für ein Investment nicht infrage – typischerweise etwa fossile Energien, Waffen, Tabak, Kinderarbeit oder schwere Menschenrechtsverletzungen.

Die Ausschlusslisten sind zu brav

Aus Sicht der ECOreporter-Redaktion sind die Listen der Anbieter an einigen Stellen aber zu brav. Sie lassen Geschäftsmodelle durchrutschen, die ebenfalls erheblichen Schaden anrichten können. Ein Beispiel sind Kreuzfahrten: eine besonders ressourcenintensive Form der Freizeitindustrie, die in nachhaltigen Finanzprodukten aus unserer Sicht nichts verloren hat.

Dabei sind Ausschlüsse gerade bei ETFs besonders wichtig. Denn während viele aktiv gemanagte Nachhaltigkeitsfonds auch gezielt nach Unternehmen mit ökologischem oder sozialem Mehrwert suchen, beschränken sich ETFs meist darauf, problematische Branchen auszusortieren. Umso entscheidender ist die Frage: Was wird ausgeschlossen – und was nicht?

Auch von unseren Leserinnen und Lesern kommt immer wieder Kritik an Lücken bei den Tabus. Der Tenor: Wenn ein Fonds oder ETF nachhaltig sein will, sollte er nicht nur die üblichen Verdächtigen aussortieren.

Im Premium-Bereich lesen Sie, welche fünf zu wenig beachteten Geschäftsmodelle besonders problematisch sind und aus Sicht von ECOreporter in wirklich grünen Fonds und ETFs nichts zu suchen haben.

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