Windparks auf hoher See werden immer wichtiger für die deutsche Stromversorgung. / Foto: Pixabay

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Neuer Grünstrom-Rekord in Deutschland

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch war in Deutschland noch nie so hoch wie im ersten Halbjahr 2026.

Windparks, Solaranlagen und Wasserkraftwerke erzeugten in den Monaten Januar bis Juni 58 Prozent des verbrauchten Stroms. Das geht aus Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa 55 Prozent, im Gesamtjahr 2025 knapp 56 Prozent.

Besonders stark stieg in der ersten Jahreshälfte 2026 die Stromerzeugung aus Windkraft. Windparks an Land produzierten 7 Prozent mehr Strom, bei Anlagen auf hoher See (Offshore-Windparks) betrug das Plus sogar 28 Prozent. Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen im ersten Halbjahr 152,2 Milliarden Kilowattstunden Strom. Jeweils etwa ein Drittel davon entfielen auf Windparks an Land und Solaranlagen.

Verbände fordern höheres Tempo beim Ausbau

ZSW-Vorstand Frithjof Staiß betonte in einer Pressemitteilung, ein hoher Anteil erneuerbarer Energie mache Deutschland unabhängiger von fossilen Importen und widerstandsfähiger gegen Energiepreisschocks. Der weitere Ausbau sei zudem das „schärfste Schwert“ im Kampf gegen den Klimawandel, dessen Bedeutung die Hitzewelle der letzten Tage noch einmal unterstrichen hätte.

BDEW-Chefin Kerstin Andreae fordert die Bundesregierung auf, anstehende Gesetzesvorhaben zum Grünstromausbau schneller voranzutreiben. Konkret geht es um das Wind-auf-See-Gesetz und Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Bislang lägen dafür noch nicht einmal Entwürfe vor.

Lesen Sie auch die jeweils zweiteiligen ECOreporter-Übersichten zu Windaktien und zu Solaraktien.

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