Windpark mit Nordex-Turbinen. / Foto: Unternehmen

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Nordex erneut mit weniger Aufträgen – doch die Lage bessert sich

Der Windanlagenbauer Nordex hat wegen Verzögerungen durch die Corona-Pandemie im dritten Quartal erneut weniger Aufträge verzeichnet. Zwischen Juli und September bestellten Projektierer 271 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.229 Megawatt – im Jahresvergleich ein Minus von knapp 28 Prozent.

Immerhin verbesserte sich der Auftragseingang im Vergleich zum zweiten Quartal deutlich. Von April bis Ende Juni hatte Nordex lediglich Bestellungen über 888 MW verbucht. Das entsprach einem Einbruch des Auftragseingangs um mehr als die Hälfte.

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In den ersten neun Monaten 2020 kamen bei Nordex damit insgesamt Aufträge mit einem Volumen von rund 3.759 Megawatt zusammen. Das ist ein Rückgang um etwa ein Fünftel, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich das Unternehmen aber zuversichtlich: "Trotz einzelner Verzögerungen durch die Corona-Pandemie bleibt die Nachfrage – auch mit Blick auf den Rest des Jahres – gut", sagt Vertriebsvorstand Patxi Landa. Zuletzt hatte Nordex etwa einen neuen Großauftrag aus den USA vermelden können.

Hatte die Nordex-Aktie im gestrigen Handel noch rund 3 Prozent im Minus geschlossen, scheinen Anleger aktuell bei Nordex eher den Trend zur Erholung zu sehen. Im Tradegate-Handel liegt die Aktie am Mittwochmorgen 1,4 Prozent im Plus zum Vortag bei 13,23 Euro (Stand: 14.10.2020, 9:15 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie damit 15,6 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 16,8 Prozent an Wert gewonnen.

ECOreporter hatte zuletzt wiederholt von einem Einstieg in die Nordex-Aktie abgeraten und bleibt bei dieser Einschätzung. Die langfristigen Aussichten des Konzerns sind unklar, die Corona-Krise verschärft Probleme des Unternehmens wie die geringen Margen zusätzlich.

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Nordex SE: ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655

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