Orsted ist Weltmarktführer bei Windparks auf dem Meer (Offshore-Windparks). Ist die Aktie nach den Kursverlusten jetzt wieder attraktiv? / Foto: Orsted

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Orsted hebt Jahreserwartungen an – jetzt einsteigen?

Nach einem guten dritten Quartal geht der dänische Energiekonzern Ørsted von einem höheren Gewinn im Gesamtjahr aus. Der Anteil grüner Energie liegt bei Ørsted mittlerweile bei über 90 Prozent.

Nach neun Monaten hat Ørsted in diesem Jahr 96,6 Milliarden Dänische Kronen (13 Milliarden Euro) umgesetzt. Das ist doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum 2021 und vor allem auf stark gestiegene Strompreise und den Netzanschluss neuer Windparks zurückzuführen. Auch der Nettogewinn verdoppelte sich auf 15,3 Milliarden Kronen (2,1 Milliarden Euro). Höhere Kosten konnten durch den Teilverkauf der Offshore-Windparks Hornsea 2 und Borkum Riffgrund 3 ausgeglichen werden.

Durch die neuen Windparks stieg der Anteil der erzeugten grünen Energie im Konzern um 3 Prozent auf 92 Prozent. Ørsted, einstmals ein fossiler dänischer Staatskonzern, betreibt noch einige Gaskraftwerke.

In den letzten Monaten stiegen vor allem die Gewinne aus den Kraft-Wärme-Kopplungskraftwerken des Unternehmens stärker als erwartet. Daher geht Ørsted nun für das Gesamtjahr von einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 21 bis 23 Milliarden Kronen (2,8 bis  3,1 Milliarden Euro) aus. Bislang lag die Spanne 1 Milliarde Kronen niedriger.

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Die Ørsted-Aktie notiert aktuell im Tradegate-Handel 1,3 Prozent im Plus zum Vortag bei 82,31 Euro (Stand 3.11.2022, 11:00 Uhr). Die zuvor stark gestiegene Aktie verliert seit Anfang 2021 mit einigen Ausschlägen stetig an Wert. Im Jahresvergleich hat sie 35 Prozent eingebüßt, im letzten Monat blieb der Kurs stabil. Auf fünf Jahre gesehen liegt die Aktie 76 Prozent im Plus.

ECOreporter schätzt die Aussichten von Ørsted weiterhin als gut ein. Der Konzern hat als Weltmarktführer für Offshore-Windparks eine hervorragende Marktposition und stellt sich mit dem Ausbau seiner Onshore-Wind- und Solarsparte noch breiter auf. Lieferengpässe und den zunehmenden Wettbewerb mit großen fossilen Energieunternehmen wie RWE oder BP, die verstärkt auf den Erneuerbare-Energien-Markt drängen, managt Ørsted bislang gut.

Die lange zu teure Aktie ist nach den deutlichen Korrekturen aktuell mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 nicht zu teuer für einen Einstieg. Die Ørsted-Anleihen schätzt ECOreporter ebenfalls als aussichtsreiche Investments ein.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Ørsted A/S: 

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