Auch eine Folge des Klimawandels: Durch die Wasserkraftwerke von Verbund floss diesen Sommer weniger Wasser. / Foto: Verbund

  Aktientipps, Aktien-Favoriten

Verbund: Weniger Wasser, mehr Gewinn

Die gestiegenen Strompreise sorgen weiterhin für hohe Gewinne beim größten österreichischen Energiekonzern Verbund. Probleme hat das Unternehmen mit den niedrigen Pegelständen in seinen Wasserkraftwerken und der geplanten Abschöpfung von Zufallsgewinnen.

Aufgrund des trockenen Sommers lag die Stromerzeugung aus den Wasserkraftwerken deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel deshalb laut Verbund in den ersten drei Quartalen 2022 um 640 Millionen Euro geringer aus.

Die stark gestiegenen Stromverkaufspreise konnten diese Einbußen aber mehr als ausgleichen. Der selbst erzeugte Strom aus Wasserkraft brachte dem Konzern 111,6 Euro je Megawattstunde ein, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Das EBITDA legte in den ersten drei Quartalen um 68 Prozent zum Vorjahr auf 1,9 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn stieg um 81 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro.

Der Umsatz verbesserte sich um 170 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Weil Verbund viel Strom zukaufen musste, um die fehlenden Erträge seiner Wasserkraftwerke zu kompensieren, stieg der Nettoverschuldungsgrad von 42 auf knapp 90 Prozent. Der Konzern bleibt aber robust finanziert: Langfristigen Vermögenswerten von 15,2 Milliarden Euro standen Ende September langfristige Schulden von knapp 5 Milliarden Euro gegenüber.

Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in. Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.

...

Verwandte Artikel

30.09.22
 >
30.08.22
 >
01.12.22
 >
28.07.22
 >
04.11.22
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x