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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Orsted schließt Verwendung chinesischer Turbinen nicht aus
Der dänische Energiekonzern Ørsted hat die Verwendung von chinesischen Windturbinen bei künftigen Projekten nicht ausgeschlossen. Aktuell befinden sich aber keine Anlagen aus der Volksrepublik im Portfolio des Offshore-Wind-Weltmarktführers.
"Ich habe bereits gesagt, dass ich es für unwahrscheinlich halte, dass chinesische Turbinen ein integrierter Bestandteil der westlichen Infrastruktur werden", erklärte Ørsted-Chef Mads Nipper. "Aber das ändert nichts an unserer Sichtweise, dass wir alle Technologien verfolgt haben und weiter verfolgen."
EU beobachtet Entwicklung mit Sorge
Komponenten und Stahl aus China verwendet Ørsted für seine Windparkprojekte bereits. Chinesische Turbinen sind laut Nipper aber aktuell kein Teil der Projektpipeline.
Der europäische Markt für Windturbinen wird derzeit noch von einheimischen Unternehmen wie Vestas und Siemens Gamesa beherrscht. In der EU steigt aber die Sorge, dass massiv subventionierte chinesische Hersteller auf den Markt drängen könnten.
Anfang August hatte das chinesische Unternehmen Mingyang Smart Energy mitgeteilt, eine Produktionsstätte für Windturbinen in Italien bauen zu wollen. Der Karlsruher Energieversorger EnBW erklärte zudem, er prüfe, bei künftigen Projekten chinesische Turbinen einzusetzen. Im Juli hatte der Hamburger Investmentfonds und Projektierer Luxcara mitgeteilt, für das Offshore-Windkraftprojekt Waterkant die ersten chinesischen Windturbinen in der deutschen Nordsee zu installieren. ECOreporter berichtete hier.
Die Ørsted-Aktie ist heute im frühen Handel an der Börse Tradegate 0,4 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 50,30 Euro (Stand: 19.8.2024, 8:24 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 3,6 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 28,4 Prozent an Wert eingebüßt.
Ørsted litt im zweiten Quartal unter einer Wertminderung aufgrund von Projektverzögerungen in den USA. Eine aktuelle Einschätzung der Ørsted-Aktie lesen Sie hier.
Beachten Sie auch die ECOreporter-Dossiers Welche Windaktien sich jetzt lohnen können: Windanlagenbauer und Komponentenhersteller (Teil 1) und Welche Windaktien sich jetzt lohnen können: Windpark-Entwickler und -Betreiber (Teil 2)
Ørsted A/S: ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH