Ein Gabelstapler mit Brennstoffzellenantrieb von Plug Power. Das US-Unternehmen hat zahlreiche Kooperationen, zuletzt sorgten aber schlechte Neuigkeiten für Ärger. / Foto: Unternehmen

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Plug Power mit Kooperation in der Formel 1 - Bilanzkorrektur belastet weiter

Beim US-Brennstoffzellenhersteller Plug Power bleibt die nötige Korrektur in mehreren Bilanzen das bestimmende Thema. Doch das Unternehmen hat auch wieder Positives zu verkünden.

Lesen Sie für einen Überblick über die Wasserstoffbranche auch unser Dossier Von Nel bis Linde: Das sind die besten Wasserstoff-Aktien.

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Plug Power muss in seinen Abschlüssen der Jahre 2018, 2019 und in Quartalsberichten aus 2019 und 2020 einzelne, nicht zahlungswirksame Positionen berichtigen. Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, dass die nachträglichen Anpassungen keine Auswirkungen auf die Liquidität und die Geschäftslage haben.

So bestätigte Plug Power auch seine kurz- wie langfristigen Prognosen: Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr weiterhin mit einem Umsatz von 475 Millionen US-Dollar und einer Steigerung auf 1,7 Milliarden Dollar bis 2024. Aufgrund der Korrekturen verzögert sich aber die Veröffentlichung des Berichts für das Geschäftsjahr 2020.

„Wichtig ist, dass es keine Auswirkungen auf unsere Cash-Position, unseren Geschäftsbetrieb oder die Wirtschaftlichkeit unserer Verträge gibt. Es ist wichtig anzumerken, dass die erfassten Änderungen nicht aus einer Überschreitung von Kontrollen oder Fehlverhalten resultieren. Zudem hat KPMG (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Anm. d. Red.) den Prüfungsausschuss nicht über Probleme im Zusammenhang mit einer Überschreitung von Kontrollen oder Fehlverhalten informiert“, erklärte Plug Powers Vorstandsvorsitzender Andy Marsh.

Plug  Power in der Formel 1

Am Wochenende nun verkündete Plug Power einen besonderen PR-Deal: Das Logo des Unternehmens wird künftig auf Autos und Fahrerkleidung des Formel 1-Teams Alpine zu sehen sein.

Grund für die Kooperation ist ein geplantes Joint Venture mit Renault. Mit dem Autobauer, dem das Team gehört, will Plug Power einen Wasserstoff-Antrieb für leichte Fahrzeuge entwickeln. Über die Alpine-F1-Kooperation sollen zudem neue Mobilitätslösungen erforscht werden.

Darüber hinaus vergab auch Plug Power selbst einen Auftrag: Beim US-amerikanischen Anlagenbauer Chart Industries bestellte das Unternehmen zwei Wasserstoff-Verflüssigungsanlagen mit einer Kapazität von täglich bis zu 15 Tonnen.

Zum Auftrag gehören die Anlagen, Speichertanks und eine Verladestationen. Plug Power rechnet im zweiten Quartal 2022 mit einer Auslieferung und bis Ende 2022 mit einer Inbetriebnahme. Das Unternehmen will bis 2028 in den USA täglich 1.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.

Die Plug Power-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 1,6 Prozent im Minus zum Freitag bei 28,30 Euro (Stand: 29.3.2021, 11:09 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 28,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 718,8 Prozent an Wert gewonnen.

Seit der Nachricht zur Bilanzkorrektur hat die Plug Power-Aktie 28 Prozent an Wert verloren, der Abwärtstrend scheint aktuell weiter anzuhalten. Neben weiteren Unsicherheiten in Verbindung mit Wasserstoff-Geschäften rät ECOreporter daher aktuell von einem Einstieg in die Aktie ab.

Plug Power Inc.:  ISIN US72919P2020 / WKN A1JA81

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