Energiekontor kämpft mit Projektverzögerungen. / Foto: Energiekontor

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Projektverzögerungen: Energiekontor senkt Prognose deutlich

Der Bremer Grünstromkonzern Energiekontor muss wegen Projektverzögerungen in Deutschland und späterer Verkaufsabschlüsse in Großbritannien seine Ergebnisprognose für 2025 streichen. Wie schon im letzten Jahr erwartet der ECOreporter-Aktien-Favorit, dass sich Einnahmen verschieben.

Energiekontor rechnet nun mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von etwa 30 bis 40 Millionen Euro. Bisher hatte die EBT-Prognose bei 70 bis 90 Millionen Euro gelegen. Damit wird das Ergebnis voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen – 2024 war das EBT wegen ähnlicher Probleme wie aktuell von knapp 96 Millionen auf 36 Millionen Euro zurückgegangen.

Probleme mit Behörden

Wie Energiekontor mitteilte, erfolgt die Prognosesenkung aufgrund von "Projektzögerungen in Deutschland und veränderter Rahmenbedingungen für mehrere britische Windkraftprojekte, deren geplante Veräußerung überwiegend zum Konzernergebnis vor Steuern (EBT) des Geschäftsjahres 2025 beitragen soll".

Beachten Sie auch die jeweils zweiteiligen ECOreporter-Übersichten zu Windaktien und zu Solaraktien.

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Energiekontor erwartet zwar, dass im Vereinigten Königreich Kaufverträge für mehrere Projekte bis Jahresende noch abgeschlossen werden können. Diese Geschäfte dürften aber zum größten Teil erst im kommenden Jahr ergebniswirksam werden.

Verantwortlich dafür sind laut Unternehmen vor allem "behördlich verursachte Projektverzögerungen", insbesondere durch die Änderung von Fristen und "zeitliche Verschiebungen der Bekanntgabe und Aktualisierung von Netzanschlusszusagen im Zuge der derzeit laufenden Netzreform (Grid Reform)". Daher "verschiebt sich aus heutiger Sicht ein signifikanter Teil der ursprünglich für das Geschäftsjahr 2025 geplanten Ergebnisbeiträge (EBT) aus diesen Projektverkäufen ins Geschäftsjahr 2026". Zu den Verzögerungen in Deutschland macht Energiekontor keine genaueren Angaben.

Infolge der Mitteilung brach die Energiekontor-Aktie am gestrigen Donnerstag nachbörslich um 13 Prozent ein. Im frühen Tradegate-Handel ist sie aktuell weitere 2,4 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 41,30 Euro (Stand: 10.10.2025, 8:54 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 2,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich ging es für den Kurs 20,7 Prozent abwärts.

Unternehmen bleibt solide aufgestellt

Bereits 2024 hatte Energiekontor mit Projektverzögerungen zu kämpfen und die Verschiebung von Einnahmen ins laufende Geschäftsjahr 2025 erwartet. Im ersten Halbjahr 2025 hatte das Unternehmen seinen Gewinn dann verdoppelt. Wichtig bleibt, dass die Einnahmen nicht ausfallen, sondern nur später erzielt werden. Energiekontor wirtschaftet dennoch profitabel und erzielt weiter solide Ergebnisse.

Langfristig sieht ECOreporter deshalb nach wie vor gute Perspektiven für Energiekontor – auch wenn der Aktienkurs nun erneut leiden dürfte. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie lag für 2025 zuletzt bei niedrigen 11. Zwar werden Anlegerinnen und Anleger vorerst einen langen Atem brauchen, ECOreporter sieht die Energiekontor-Aktie bei etwas höherer Risikobereitschaft und Geduld aber weiter als Investment-Option. Die aktuellen Kursrücksetzer können Einstiegschancen eröffnen.

Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier.

Energiekontor AG:  ISIN DE0005313506 / WKN 531350

(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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