Für Photovoltaik-Freiflächenanlagen wurden bei der jüngsten Ausschreibung mehr Gebote eingereicht als je zuvor. / Foto: Pixabay

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Rekordvolumen bei Solarausschreibung – ABO Wind mit mehreren Zuschlägen

Noch nie wurden bei einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur so viele Gebote eingereicht wie bei der Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen zum Gebotstermin 1. März 2023. Von 347 Geboten erhielten 245 mit einem Umfang von 1.952 Megawatt (MW) einen Zuschlag. Darunter befinden sich auch zwei Unternehmen, die aktuell Crowdinvestings anbieten. Eines erhielt mit über 38 MW einen der größten Projektzuschläge.

Die Solarausschreibung für Solaranlagen des ersten Segments war deutlich überzeichnet. Das erste Segment umfasst Freiflächenanlagen und Solaranlagen, die auf, an oder in baulichen Anlagen errichtet werden, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 1.950 MW wurden 347 Gebote mit einem Volumen von 2.869 MW eingereicht. Damit war dies nach Angaben der Bundesnetzagentur der Gebotstermin mit der bislang höchsten Anzahl an Geboten.

Bayern erhält viele Zuschläge

Insgesamt konnten 245 Gebote mit einem Umfang von 1.952 MW bezuschlagt werden. Regional betrachtet entfällt das weitaus größte bezuschlagte Volumen auf Gebote mit Standorten in Bayern (845 MW, 119 Zuschläge), gefolgt von Brandenburg (223 MW, 17 Zuschläge) und Rheinland-Pfalz (163 MW, 18 Zuschläge).

Aufgeteilt nach Kategorien konnten die meisten Zuschläge an Projekte auf Acker- oder Grünlandflächen erteilt werden, insgesamt waren das 86 Zuschläge mit 851 MW. Auf die Kategorie mit dem insgesamt zweithöchsten Zuschlagsvolumen – Randstreifen an Autobahnen oder Schienenwegen – entfielen 91 Zuschläge mit 755 MW.

Neuer Höchstwert belebt Nachfrage und Wettbewerb

Die Bundesnetzagentur hatte den Höchstwert für dieses Ausschreibungssegment vor dem Gebotstermin auf 7,37 Cent je Kilowattstunde (kWh) angehoben. Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 5,29 Cent je kWh und 7,30 Cent je kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Runde bei 7,03 Cent je kWh und damit deutlich unter dem Höchstwert. Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des ersten Segments ist auf den 1. Juli 2023 terminiert.

Mehrere Zuschläge für ABO Wind

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Besonders erfolgreich waren bei der Ausschreibung Projektgesellschaften von ABO Wind. Diese erhielten Zuschläge für vier Solarprojekte, die sich in Rheinland-Pfalz (zwei), Bayern und im Saarland befinden. Die Gebotsmengen der vier Solarparkprojekte betragen gemäß der Zuschlägeliste der Bundesnetzagentur rund 5,1 MW, 13,5 MW, 5,6 MW und 11,2 MW.

Der Erneuerbare-Energien-Projektierer ABO Wind aus Wiesbaden ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Grüne Spezialwerte. Eine aktuelle Einschätzung zu ABO Wind finden Sie hier.

Dr. Hack und Sonnenwerk Issigau Reitzenstein mit Zuschlägen

Die Unternehmensberatungsgesellschaft Dr. Hack mbH erhielt den Zuschlag für ein Solarprojekt in Brandenburg mit rund 2,2 MW. Das Unternehmen hat auch bei der letzten Ausschreibung für Aufdach-Solaranlagen zwei Zuschläge erhalten. Die Unternehmensberatungsgesellschaft Dr. Hack mbH bietet derzeit ein Crowdinvesting an, das ECOreporter hier analysiert hat.

Die Sonnenwerk Issigau Reitzenstein GmbH & Co. KG hat für eine Gebotsmenge von rund 38,3 MW den Zuschlag erhalten. Das Unternehmen betreibt einen Solarpark mit 58 Megawattpeak (MWp) Leistung, wovon rund 20 MWp bereits einen Zuschlag im Rahmen einer vorherigen Ausschreibung erhalten haben. Auch die Sonnenwerk Issigau Reitzenstein GmbH & Co. KG bietet ein Crowdinvesting an, das sich ECOreporter hier näher angesehen hat.

Einen Überblick über aktuell lohnende Investments in der Solarbranche erhalten Sie mit dem ECOreporter-Dossier Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnen kann.

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