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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Roche: Neue Zulassung und Studienerfolge bei Krebsmedikamenten
Das US-Biotechnologieunternehmen Genentech, eine Tochter des Schweizer Pharmakonzerns Roche, hat in den USA die Zulassung für ein Medikament gegen die Nierenentzündung Lupus-Nephritis erhalten. Der ECOreporter-Aktien-Favorit aus Basel gibt außerdem Forschungserfolge bei zwei Krebstherapien bekannt.
Das neu zugelassene Medikament Gazyva hat Roche zufolge in Studien eine signifikante Besserung der Nierenfunktion erreicht. Zudem genehmigte die US-Arzneimittelbehörde FDA für geeignete Patienten eine verkürzte Infusionszeit von 90 Minuten nach der ersten Infusion.
Studienerfolge für zwei Krebstherapien
Gazyva hatte bereits 2019 von der FDA den Status einer "Breakthrough Therapy" erhalten, was eine vorläufige Zulassung möglich machte. Das Medikament ist bereits in 100 Ländern zur Behandlung verschiedener hämatologischer Krebserkrankungen zugelassen.
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Weltweit sind Roche zufolge mehr als 1,7 Millionen Menschen von Lupus-Nephritis betroffen, wobei Women of Color (also nicht-weiße Frauen etwa mit mit afrikanischen, asiatischen oder lateinamerikanischen Wurzeln) und Frauen im gebärfähigen Alter überproportional häufig erkranken. Ohne Behandlung kann die Krankheit bei bis zu einem Drittel der Patientinnen und Patienten zu einem Nierenversagen im Endstadium fortschreiten, das eine Dialyse oder eine Transplantation erforderlich macht.
Roche teilte außerdem mit, bei der Krebsimmuntherapie Tecentriq einen weiteren Forschungserfolg erzielt zu haben. Demnach senkte der Wirkstoff bei Patientinnen und Patienten mit einer bestimmten Form von Blasenkrebs in einer Phase-III-Studie das Sterberisiko und das Rückfallrisiko deutlich.
Tecentriq ist bereits für einige der aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Krebsarten zugelassen, unter anderem Lungenkrebs. Roche will bei der FDA nun eine Ausweitung der Zulassung erreichen.
Auch in einer weiteren Studie im späten Forschungsstadium meldeten die Schweizer Erfolge. Das Präparat Giredestrant zur Behandlung von Brustkrebs konnte demnach bei zwei Formen von Tumoren das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung oder des Todes im Vergleich zur Standardtherapie deutlich senken. Außerdem habe sich das Mittel als sehr verträglich erwiesen. Der Konzern hatte bereits im September bekannt gegeben, dass die Studie ihre Hauptziele erreicht habe. Roche sieht die Chance, dass das Medikament zur neuen Standardtherapie in der Brustkrebsbehandlung wird.
Roche hatte die Studienergebnisse für die beiden Krebsmittel im Rahmen des europäischen Fachkongresses ESMO präsentiert. Die Ergebnisse der experimentellen Behandlung spiegelten die zunehmend vielfältige Pipeline des Krebstherapiesegments wider, erklärte das Unternehmen.
Preisdebatte in den USA
Der aktienähnliche Genussschein von Roche ist im Tradegate-Handel aktuell 2,1 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 302,20 Euro (Stand: 20.10.2025, 9:41 Uhr). Im Monatsvergleich stieg der Kurs um 4,1 Prozent, auf Jahressicht legte er 3,5 Prozent zu.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis des Roche-Genussscheins liegt derzeit bei 15 für 2025, für ein üblicherweise hoch bewertetes Schweizer Unternehmen ist das eher günstig. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 beträgt attraktive 3,8 Prozent. Im September war es für den Kurs kräftig nach oben gegangen, nachdem dieser sich zuvor lange seitwärts bewegt hatte.
Trotzdem sollten Anlegerinnen und Anleger einen langen Atem mitbringen: Roche will seine Forschungsabteilung noch effizienter gestalten, Kosten und Entwicklungsdauer neuer Medikamente sollen deutlich gesenkt werden. Wie andere Pharmakonzerne auch setzt Roche zudem große Hoffnungen in die Entwicklung von Wirkstoffen gegen Übergewicht. Rückschläge in der Forschung könnten zur Kursverlusten führen. Zudem gibt es in den USA aktuell eine Preisdebatte, weil die US-Regierung Pharmakonzerne zu Preissenkungen zwingen möchte. Das hatte den Börsenkurs auch bei Roche wiederholt unter Druck gesetzt.
Aus nachhaltiger Sicht bedenklich: Um Donald Trump zu gefallen, schafft Roche wie andere Konzerne auch sein Diversitätsprogramm ab. ECOreporter berichtete hier. Die Ziele für Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion werden dabei nicht nur in den USA, sondern direkt weltweit gestrichen.
Der Roche-Genussschein zählt zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.
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Roche Holding AG Genussschein:
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