SAP-Zentrale in Walldorf. / Foto: Unternehmen

  Aktien-Favoriten

SAP senkt Prognose: Aktie verliert 19 %

Viele Anlegerinnen und Anleger haben offenbar erwartet, dass SAP ohne Einbußen durch die Corona-Krise kommt. Jetzt korrigiert der Walldorfer Softwarekonzern seine Geschäftsprognose für 2020 nach unten – und der Aktienkurs geht in den Keller.

Bei seiner bisherigen Prognose für das laufende Jahr war SAP davon ausgegangen, dass es zu keinen weiteren wirtschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie kommt. Weil die Infektionszahlen in vielen wichtigen Märkten derzeit aber wieder rasant steigen und teilweise auch schon entsprechende Schutzmaßnahmen in Kraft getreten sind, hat die Konzernleitung ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 am Wochenende leicht gesenkt.

SAP geht jetzt von einem Jahresumsatz zwischen 27,2 und 27,8 Milliarden Euro aus. Zuvor hatte man einen Umsatz zwischen 27,8 und 28,5 Milliarden Euro erwartet. Das Betriebsergebnis soll nun zwischen 8,1 und 8,5 Milliarden Euro liegen (zuvor: 8,1 bis 8,7 Milliarden Euro). Beim Cashflow sieht der Konzern hingegen eine positivere Entwicklung als ursprünglich erwartet: Der operative Cashflow soll 2020 bei 6 Milliarden Euro liegen (bisherige Erwartung: über 5 Milliarden Euro), der freie Cashflow bei mehr als 4,5 Milliarden Euro (zuvor: rund 4 Milliarden Euro).

Wegen der Corona-Krise, aber auch aufgrund von zuletzt negativen Wechselkurseffekten und steigenden Umsätzen und Investitionen im zukunftsträchtigen Cloud-Bereich hat SAP zudem neue mittelfristige Geschäftsziele veröffentlicht: 2025 will der Konzern einen Umsatz von über 36 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 11,5 Milliarden Euro erzielen. Bis 2022 sei mit verhaltenem Umsatzwachstum und einem stagnierenden oder etwas geringeren Betriebsergebnis als 2020 zu rechnen. Ab 2023 soll dann der Umsatz stärker steigen und das Betriebsergebnis im zweistelligen Prozentbereich zulegen.

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