Siemens Gamesa erwirbt einige Geschäftsbereiche des insolventen Senvion-Konzerns. / Foto: Senvion

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Siemens Gamesa kauft Unternehmensteile von Senvion

Siemens Gamesa übernimmt für 200 Millionen Eure Teile des insolventen norddeutschen Konkurrenten Senvion. Was bedeutet das für die Aktie des deutsch-spanischen Windkonzerns?

Die Transaktion umfasst einen Großteil des europäischen Onshore-Servicegeschäfts von Senvion sowie alle dazugehörigen Vermögensgegenstände, das gesamte geistige Eigentum von Senvion sowie das Werk für Onshore-Rotorblätter im portugiesischen Vagos.

Siemens Gamesa verspricht sich von der Übernahme eine Stärkung seiner Wettbewerbsposition auf dem europäischen Markt und geht davon aus, in Zukunft ein breiteres Spektrum an Windturbinen warten zu können. Durch die Übernahme eines Service-Portfolios von Senvion mit einem Volumen von  8,9 Gigawatt (GW) erhöht sich die von Siemens Gamesa gewartete Turbinenleistung an Land auf fast 69 GW.

"Diese Transaktion ist ein wichtiger Schritt nach vorne für Siemens Gamesa“, sagt Markus Tacke, Geschäftsführer von Siemens Gamesa. "Die Einbindung der Service-Geschäftsbereiche von Senvion ermöglicht es uns, das Wachstum in einem wichtigen Marktsegment voranzutreiben und unsere Kapazitäten in Deutschland und anderen wichtigen europäischen Märkten entscheidend zu erweitern, während die Rotorblattfertigung uns hilft, Risiken im schwierigen Handelsumfeld zu minimieren. Wir bringen gute Mitarbeiter und gute Geschäftsaktivitäten in unser Unternehmen ein, das ist ein Gewinn für alle Beteiligten.“

Im Zuge der Übernahme sollen rund 2.000 Mitarbeiter von Senvion zu Siemens Gamesa wechseln.

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Vorbehaltlich der Einholung der erforderlichen behördlichen Genehmigungen und der Erfüllung anderer Abschlussbedingungen geht Siemens Gamesa davon aus, die Akquisition in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020 (Oktober 2019 – März 2020) abzuschließen, sodass die Übernahme keine Auswirkungen auf die Ertragslage des Geschäftsjahres 2019 haben wird.

Drei neue Aufträge aus Chile

Ende letzter Woche hat Siemens Gamesa drei neue Aufträge aus Chile mit einem Gesamtvolumen von 359 Megawatt erhalten. Der Konzern soll 82 Windturbinen vom Typ SG 4.5-145 in drei Windparks installieren, betreiben und warten.

Die Siemens Gamesa-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell bei 12,22 Euro (21.10., 8:00 Uhr). Im letzten Monat ist der Kurs um 13 Prozent gesunken, auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie 24 Prozent im Plus. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2019 von 17,5 ist die Siemens Gamesa-Aktie noch nicht zu hoch bewertet.

ECOreporter sieht gute Aussichten bei den großen Windkonzernen Siemens Gamesa, Vestas und Orsted – aber auch diese Unternehmen haben mit der derzeitigen Flaute im Windsektor zu kämpfen. Mehr dazu erfahren Sie in den ECOreporter-Artikeln "Schwierige Zeiten für Windaktien – wo lohnt sich der Einstieg?" und "Der deutsche Windmarkt schwächelt – wo bieten sich Chancen für Anleger?“.

Siemens Gamesa Renewable Energy S.A: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8

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