An Aktien wie Beyond Meat können sich Anlegerinnen und Anleger mit riskanten Wetten die Finger verbrennen. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Sind Beyond Meat und SunPower das nächste GameStop?

Kleinanlegerinnen und Kleinanleger haben in den letzten Wochen mit gezielten Aktienkäufen milliardenschwere Hedgefonds in Bedrängnis gebracht. Und ein Ende der Schwarmkäufe ist noch nicht in Sicht.

Der Fall GameStop schlägt nach wie vor hohe Wellen (ECOreporter hat die Hintergründe hier erläutert). Die Kurswetten beschränken sich aber nicht nur auf den wirtschaftlich angeschlagenen US-Computerspiel-Händler. Der Kinobetreiber AMC und die Modekette Express sind nur zwei weitere Beispiele für Unternehmen, bei denen sich zuletzt professionelle Leerverkäufer wie Hedgefonds und private Investoren in die Quere kamen. Und auch bei nachhaltigen Aktien, mit denen Leerverkäufer bislang gerne spekulierten, könnte es zu starken Kursschwankungen kommen, wenn private Anlegerinnen und Anleger sie in großem Stil kaufen sollten.

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Börsenkenner wie der Goldman Sachs-Aktienexperte Kavid Kostin nennen als mögliche Spekulationsobjekte beispielsweise den US-Fleischersatzproduzenten Beyond Meat, dessen Aktie bereits seit dem Börsengang 2019 zu hoch bewertet ist (ECOreporter hatte zuletzt hier von einem Einstieg abgeraten). Viele Leerkäufer wetten auf fallende Beyond Meat-Kurse, in den letzten Tagen entwickelte sich die Aktie aber unauffällig.

Auch der Solarkonzern SunPower könnte Fachleuten zufolge ins Visier von private Anlegerinnen und Anlegern geraten. Das US-Unternehmen hat in den letzten drei Monaten 120 Prozent an Börsenwert gewonnen, im Jahresvergleich beträgt das Plus 317 Prozent Plus. Hier spekulieren ebenfalls zahlreiche Leerverkäufer auf Kursrücksetzer. Sollten private Investoren jetzt in größerem Umfang in die Aktie einsteigen, könnte der in der letzten Woche leicht gesunkene Kurs wieder deutlich steigen (und dann wie im Fall GameStop stark einbrechen).

ECOreporter rät weiterhin:

  1. Beteiligen Sie sich nicht mit Geld, das Sie noch brauchen, an abgesprochenen Massenkäufen wie im Fall GameStop. Die Rechnung kann aufgehen, muss aber nicht. Wenn Sie Aktien eines wirtschaftlich schwachen Unternehmens kaufen und der Kurs dann nicht wie erhofft steigt, haben sie Wertpapiere im Depot, die im schlimmsten Fall (Unternehmensinsolvenz) wertlos werden.
  2. Steigen Sie nicht bei Aktien ein, die ohne ersichtlichen Grund stark an Börsenwert gewonnen haben. Die Zuwächse könnten durch misslungene Spekulationen von Leerverkäufern ausgelöst worden sein. Die Unternehmen haben dann eine Marktkapitalisierung, die nicht ihrer wirtschaftlichen Situation entspricht. Heißt: Sie sind zu teuer.

Welche nachhaltigen Aktien übermäßig in den Fokus von Leerverkäufern geraten sind, sagt Ihnen ECOreporter in seinen täglichen Meldungen.

Die meisten ECOreporter-Aktien-Favoriten kommen robust durch die Corona-Krise. Leerverkäufer-Wetten sind bei ihnen unwahrscheinlich. Bei einigen der Aktien kann sich der Einstieg aktuell auch für vorsichtige Anlegerinnen und Anleger lohnen. Mehr zu den Favoriten-Aktien erfahren Sie hier.

ECOreporter-Tipps zur nachhaltigen Geldanlage in Krisenzeiten können Sie hier lesen.

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