Windpark von Energiekontor. / Foto: Unternehmen

07.04.20 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Aktien-Favoriten , Anleihen / AIF

Stromverbrauch sinkt – Einnahmeausfälle für Solar- und Windparks trotz gesetzlicher Einspeisevergütung? Teil 2

In Deutschland wird aufgrund der Corona-Pandemie weniger Strom verbraucht. Was bedeutet das für Aktiengesellschaften, die grünen Strom verkaufen? Die ECOreporter-Redaktion hat bei Encavis und Energiekontor nachgefragt.

Betreiber von Erneuerbare-Energien-Kraftwerken leiden seit Ausbruch des Coronavirus unter der geringeren Stromnachfrage in Deutschland - wenn sie Anlagen betreiben, die nach 2016 ans Netz gegangen sind. Sofern an den Strombörsen die sogenannten Spotpreise für mehr als sechs Stunden negativ sind, müssen die Unternehmen auf Teile ihrer Vergütung verzichten. Kleine Anlagen unter 500 Kilowatt Leistung sind nicht betroffen (mehr erfahren Sie in Teil 1).

Im ersten Teil hatte ECOreporter gestern die Vorstände von 7C Solarparken, Wattner und Naturstrom nach den Auswirkungen negativer Strompreise befragt. Für den zweiten Teil der Serie hat die Redaktion bei der Encavis AG und der Energiekontor AG nachgefragt. Wie wirkt sich die geringere Stromnachfrage auf diese beiden Gesellschaften aus?

Encavis: "Einbußen vernachlässigbar"

"In Deutschland betreiben wir Wind- und Solaranlagen mit rund 62 Megawatt (MW) Leistung, die 2016 und in den Jahren danach ans Netz gegangen sind", sagt Jörg Peters, Leiter der Investorenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit von Encavis. "Insgesamt haben wir in Deutschland eigene Anlagen mit mehr als 477 MW Leistung. Aufgrund der überschaubaren Kapazität, die von der Sechs-Stunden-Regel im EEG betroffen sein könnte, sind die Umsatzeinbußen - im Vergleich zu Wettereffekten - vernachlässigbar."

Der Grünstromproduzent Encavis aus Hamburg betreibt in zehn europäischen Ländern Wind- und Solarparks. Außerdem hält das Unternehmen Beteiligungen an Erneuerbare-Energien-Kraftwerken anderer Betreiber. Insgesamt beläuft sich das Kraftwerksportfolio von Encavis auf mehr als 2,4 Gigawatt Leistung (GW) (Solar 1,54 GW; Wind 0,89 GW). 2019 machte das Unternehmen einen Nettogewinn von 63 Millionen Euro.

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