Solarpark von SUNfarming in Friedland. / Foto: Unternehmen

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SUNfarming veröffentlicht Jahresabschluss und Prognose für 2021

Die SUNfarming GmbH hat in diesem Monat ihren geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Im Vergleich zu den im Juni veröffentlichten vorläufigen Zahlen musste das Solarunternehmen Umsatz und Gewinn nach unten korrigieren. Wie fällt die Prognose für 2021 aus? Wie wird die Lage in den Hauptmärkten Deutschland und Polen eingeschätzt?

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Die SUNfarming GmbH verzeichnete 2020 auf Basis der im Juni kommunizierten vorläufigen Zahlen einen Umsatzrückgang von 36,2 auf 27,7 Millionen Euro. Grund hierfür waren nach Angaben des Unternehmens aus Erkner in Brandenburg coronabedingte Projektverschiebungen ins Jahr 2021. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020 erhöhte sich nach vorläufiger Zahlen von 0,8 Millionen Euro (2019) auf 1,5 Millionen Euro. Auch die Eigenkapitalquote stieg demnach im Jahresvergleich – von 24,7 Prozent auf 34,9 Prozent.

Die Zahlen des im Juli geprüften Jahresabschlusses 2020 weichen etwas von den vorläufigen Zahlen ab. Demnach beträgt die Eigenkapitalquote der SUNfarming GmbH laut Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 rund 29,4 Prozent. Bei Umsatzerlösen von rund 27,4 Millionen Euro lag der Jahresüberschuss laut Gewinn- und Verlustrechnung bei rund 1 Million Euro.

Im Jahresergebnis der SUNfarming GmbH per 31. Dezember 2020 wurde laut Lagebericht eine Rückstellung von 0,3 Millionen Euro für eine etwaige Steuernachzahlung als Ergebnis einer im aktuellen Geschäftsjahr abgeschlossenen Betriebsprüfung des Finanzamtes berücksichtigt.

Laut Aussage im Lagebericht wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SUNfarming GmbH als stabil und zufriedenstellend eingeschätzt.

Leicht verbesserter Gewinn geplant

Dem Prognosebericht zufolge, der im Lagebericht enthalten ist, plant die SUNfarming GmbH im laufenden Jahr bei einer leicht steigenden Gesamtleistung mit einem leicht verbesserten Ergebnis.

Die SUNfarming GmbH erwartet laut Prognosebericht „für das laufende und die kommenden Geschäftsjahre in Deutschland auf Basis der energie- und klimapolitischen Ziele ein ansteigendes Auftragsvolumen. Das steigende Absatzvolumen wird allerdings nicht kurzfristig zu nennenswerten Steigerungen in den Deckungsbeiträgen führen. Die strategische Umstellung des Projektentwicklungsgeschäftes auf Großanlagen bedarf erfahrungsgemäß zwei bis drei Jahren, bevor überproportional steigende Kosten in den Verkaufserlösen kompensiert werden können.“

Auf dem polnischen Markt erwartet die SUNfarming GmbH laut Prognosebericht im aktuellen Geschäftsjahr ein reduziertes Auftragsvolumen: „Innerhalb der SUNfarming-Group wurden aufgrund von überhöhten Preisen für Projektrechte nur geringe Projektzukäufe für eine Realisierung im laufenden Geschäftsjahr getätigt. Insofern wird hier zunächst die rasche Fertigstellung der akquirierten Aufträge im Vordergrund stehen.“

Die vollplatzierten 5,5 %-Unternehmensanleihe 2020/2025 (ISIN: DE000A254UP9) der SUNfarming GmbH notiert an der Börse Frankfurt derzeit bei 101,5 Prozent (Stand: 26.8.2021, 9:43 Uhr). Über die Auswirkungen der verschobenen Veröffentlichung des Jahresabschlusses der SUNfarming GmbH für die Anleihegläubiger hat ECOreporter hier berichtet.

ECOreporter hat die Anleihe in einem ECOanlagecheck ausführlich analysiert.

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