Laborspektrometer von Thermo Fisher. Die Aktie ist auf fünf Jahre gesehen mehr als 180 Prozent im Plus. / Foto: Thermo Fisher

  Nachhaltige Aktien

Ist die Thermo Fisher-Aktie ein spannendes Langfrist-Investment?

Der US-Laborausrüster Thermo Fisher erzielt weiterhin robuste Gewinne, musste zuletzt aber Einbußen hinnehmen. Jetzt kommt es in Kalifornien zu Entlassungen.

Thermo Fisher wird im Juni seine drei Produktionsstätten für Corona-Tests in San Diego schließen und die dort noch beschäftigten 218 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Der Konzern hatte schon vor Monaten mit dem Stellenabbau begonnen, als sich abzeichnete, dass der Bedarf an Corona-Tests dauerhaft sinken würde.

Das rückläufige Covid-Geschäft und eine Flaute im Bereich Biowissenschaften ließen den Umsatz im ersten Quartal um 20 Prozent zum Vorjahr auf 6,4 Milliarden US-Dollar sinken. Weil gleichzeitig im Service-Geschäft die Kosten stiegen, ging der Nettogewinn von 2,2 auf knapp 1,3 Milliarden Dollar zurück. Die Zahlen entsprachen in etwa den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

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Finanziell bleibt Thermo Fisher sehr gut aufgestellt: Im letzten Quartal konnte der Konzern eigene Aktien im Wert von 3 Milliarden Dollar zurückkaufen. Aus nachhaltiger Sicht erfreulich: Das Management hat neue Stromverträge abgeschlossen, die bis 2026 eine Versorgung aller Standorte in den USA mit Ökostrom garantieren.

Nach jahrelangen hohen Kursgewinnen bewegt sich die Thermo Fisher-Aktie seit einem Jahr mit teils heftigen Ausschlägen im Wesentlichen seitwärts. Auf zwölf Monate gesehen ist der Kurs 5 Prozent im Minus, auf fünf Jahre betrachtet hat er 182 Prozent zugelegt.

ECOreporter sieht weiterhin gute Perspektiven für Thermo Fisher. Der Konzern steht finanziell hervorragend da und verbessert seine Marktposition regelmäßig durch strategische Firmenübernahmen.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2023 von 31 ist die Aktie allerdings nicht günstig, auch weil Thermo Fishers wichtiges China-Geschäft unter Druck geraten könnte, falls der Handelskrieg zwischen den USA und China weiter eskaliert. Zudem liegt die erwartete Dividendenrendite bei sehr niedrigen 0,2 Prozent. Wer einsteigt, sollte Geduld mitbringen. Was für einen Kauf spricht: Das erwartete KGV für 2024 liegt mit 24 im vertretbaren Bereich.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Gesundheitsaktien: Wo sich jetzt der Einstieg lohnen kann.

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