Die Thermo Fisher-Aktie hat auf fünf Jahre gesehen ihren Wert fast vervierfacht. / Foto: Thermo Fisher

  Nachhaltige Aktien

Thermo Fisher wächst weiter – auch an der Börse?

Der US-Laborausrüster Thermo Fisher zeigt sich weiterhin krisenresistent. Im ersten Halbjahr 2022 stieg der Umsatz deutlich. Wie läuft die Aktie?

Von Januar bis Juni setzte Thermo Fisher 22,8 Milliarden US-Dollar um. Im Vorjahreszeitraum waren es 19,2 Milliarden Dollar. Während die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen im Bereich Corona-Diagnostik in einigen Ländern zurückging, stieg der Umsatz im Halbleiter-Geschäft deutlich. Über alle Segmente hinweg entwickelte sich besonders der Service-Sektor positiv. Regional gesehen sorgten vor allem die USA und China für Umsatzsteigerungen.

Wegen gestiegener Kosten in allen Unternehmensbereichen, auch aufgrund von Übernahmen und anderen strategischen Investitionen, ging der Nettogewinn von 4,2 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 3,9 Milliarden Dollar zurück. Die finanzielle Situation von Thermo Fisher bleibt robust: Vermögenswerten von mehr als 90 Milliarden Dollar standen Ende Juni Verbindlichkeiten in Höhe von 48 Milliarden Dollar gegenüber. Für die nächsten Monate rechnet der Konzern mit einer soliden Geschäftsentwicklung, auch wenn die Einnahmen aus dem Corona-Bereich weiter zurückgehen könnten.

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Die Aktie von Thermo Fisher ist auf lange Sicht sehr gut gelaufen. Auf fünf Jahre gesehen hat sie 287 Prozent an Wert gewonnen. Im Jahresvergleich notiert sie 27 Prozent im Plus, auf Monatssicht hat sie 9 Prozent zugelegt. Aktuell kostet die Aktie im Tradegate-Handel 584,70 Euro (Stand 8.8.2022, 9:08 Uhr).

ECOreporter sieht weiterhin gute Perspektiven für Thermo Fisher. Probleme auf den Beschaffungsmärkten könnten für weitere zwischenzeitliche Kursrücksetzer wie im Januar und April sorgen, insgesamt läuft die Aktie aber auch in turbulenten Zeiten vergleichsweise stabil. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2022 von 24 ist sie allerdings kein Schnäppchen, auch weil das China-Geschäft des Konzerns unter Druck geraten könnte, falls der Taiwan-Konflikt weiter eskaliert. Wer einsteigt, sollte einen langen Investitionshorizont mitbringen.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Gesundheitsaktien: Wo sich jetzt der Einstieg lohnen kann.

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