Ein Unfall im Windpark Kent Hills hat TransAlta 2021 zu schaffen gemacht. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

TransAlta erzeugt 2021 weniger Strom – abgeschaltete Windparks belasten

Der kanadische Grünstromerzeuger TransAlta Renewables hat 2021 im Vergleich zum Vorjahr weniger Strom produziert. Umsatz und Gewinn konnte das Unternehmen hingegen steigern, insbesondere dank höherer Erträge von Tochterfirmen.

Die Stromerzeugung des Unternehmens aus erneuerbaren Energien ging im Vergleich zu 2020 demnach von 4,5 auf 4,3 Gigawattstunden (GWh) zurück. Dieser Rückgang ist laut Konzern unter anderem auf den längeren Ausfall der Windparks Kent Hills 1 und 2 in Kanada (ECOreporter berichtete hier) zurückzuführen. Die schwächeren Stromerträge wurden teilweise durch die Inbetrieb- und Übernahme neuer Wind- und Solaranlagen kompensiert.

Während der Umsatz von 436 auf 470 Millionen US-Dollar zulegte, fiel der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) mit 463 Millionen US-Dollar niedriger aus als erwartet. Auch hier machten sich laut TransAlta der Ausfall von Kent Hills 1 und 2, eine generell geringere Windversorgung sowie eine Unterbrechung der Dampfversorgung im Gaskraftwerk in Sarnia im zweiten Quartal bemerkbar.

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Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 48 Millionen Dollar auf 140 Millionen Dollar. Dies lag TransAlta zufolge vor allem an höheren Erträgen durch Tochtergesellschaften und geringeren Einkommenssteuern.

Der Freie Cashflow (FCF) für 2021 belief sich auf 357 Millionen Dollar, ein Rückgang von 20 Millionen Dollar gegenüber dem gleichen Zeitraum 2020. Dieser begründet sich laut Konzern in erster Linie durch höhere Investitionsausgaben in den Gassegmenten, einschließlich des Kaufs eines Ersatzmotors in den australischen Gasanlagen, und durch höhere Zinsaufwendungen. Letztere wurden teilweise durch höhere realisierte Wechselkursgewinne ausgeglichen.

Der für Ausschüttungen verfügbare Gewinn ("Cash available for distribution", CAFD) verringerte sich im Jahresvergleich um 29 Millionen Dollar. Für 2022 will TransAlta eine Dividende von umgerechnet insgesamt 0,29 Euro je Aktie zahlen, das entspricht beim aktuellen Kurs (s. unten) einer Dividendenrendite von 2,2 Prozent.

Für 2022 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von 485 bis 525 Millionen Dollar, was einem Zuwachs von etwa 9 Prozent entspricht. Der Freie Cashflow und das CAFD werden auf dem Niveau von 2021 erwartet.

Die TransAlta Renewables-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1,7 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 13,27 Euro (Stand: 7.3.2022, 11:07 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 12,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 6,2 Prozent an Wert gewonnen.

TransAlta ist ein sogenanntes Yieldco, ein Stromerzeuger mit hoher Dividendenausschüttung. Weitere Yieldcos hat ECOreporter hier vorgestellt. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2021 von 25 ist die Aktie zwar kein Schnäppchen, aber moderat bewertet. ECOreporter sieht das Unternehmen solide aufgestellt, ein Einstieg ist für Anlegerinnen und Anleger mit langfristiger Perspektive weiterhin möglich.

TransAlta Renewables Inc.:   

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