Solarpark Heimsheim 1 der Consilium Gruppe. / Foto: Consilium

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Unabhängige Analyse: Consilium Solar Bond mit 7 % Zins – überzeugt das Angebot?

Die Consilium Project Finance GmbH plant, mit dem Consilium Solar Bond 2025/2030 vor allem die Entwicklung und den Bau ihrer Solarprojekte zu finanzieren. Regionaler Schwerpunkt der geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlagen ist Nordrhein-Westfalen. Der Zinssatz der Anleihe beträgt 7,0 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Eine Zeichnung ist ab 1.000 Euro möglich. ECOreporter analysiert das Angebot.

Emittentin der Anleihe ist die Consilium Project Finance GmbH aus Stuttgart. Bei dem Solar Bond handelt es sich um Inhaber-Schuldverschreibungen mit einem Emissionsvolumen von bis zu 10 Millionen Euro. Die Emittentin kann die Schuldverschreibungen nach ihrer Wahl kündigen und vorzeitig zurückzahlen, erstmals zum 11. Juni 2028. In dem Fall beträgt gemäß den Anleihebedingungen der Rückzahlungsbetrag 102 Prozent des Nennbetrags. Die Anleihe soll voraussichtlich am 16. Oktober 2025 in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen werden. 

Projektrechte für über 100 MWp gesichert

Die Emittentin ist Teil der Consilium Gruppe, die seit 2011 im Photovoltaikmarkt in Deutschland tätig ist. Laut Wertpapierprospekt hat die Gruppe bislang mehr als 220 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von über 125 Megawattpeak (MWp) realisiert, insbesondere Dachanlagen und kleinere Freiflächenanlagen. Mit dem Anleihekapital sollen nun auch größere Solarparks entwickelt und errichtet werden. Die Emittentin hält laut Prospekt über eine Tochter Projektrechte für Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 120 MWp. Eine Kombination von Solaranlagen aus der Projektpipeline mit Batteriespeichern ist möglich.

Wie ist die Consilium Gruppe personell und strategisch aufgestellt, und welche Auswirkungen hat das für die Emittentin? In welcher Entwicklungsphase befinden sich die Solarprojekte? Über welche Optionen verfügt die Emittentin für den Verkauf der Solarprojekte? Welche Stärken und Schwächen haben die Consilium Project Finance GmbH und ihr Anleiheangebot? Wo liegen Risiken? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie das Fazit von ECOreporter erhalten Sie im folgenden Premium-Bereich.

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Unternehmensprofil Consilium

Die Emittentin wurde 2022 unter dem Namen Solar Portfolio 4 GmbH gegründet und im Dezember 2024 in Consilium Project Finance GmbH umbenannt. Ihr Stammkapital beträgt 26.000 Euro. Die Emittentin startet laut Wertpapierprospekt, der am 29. April 2025 gebilligt wurde, derzeit ihre operative Tätigkeit. Sie ist eine vollständige Tochtergesellschaft der Consilium Finanzmanagement AG, welche die Obergesellschaft der Consilium Gruppe ist. Die Gruppe ist laut Prospekt ausschließlich auf dem deutschen Photovoltaikmarkt tätig. Einen Konzernabschluss hat die Consilium Finanzmanagement AG bisher nicht aufgestellt.

Geschäftsführer der Emittentin sind Erol Kiris und Dr.-Ing. Martin Ostgathe. Maschinenbau-Ingenieur Ostgathe (Jahrgang 1980) hat laut Prospekt an der Technischen Universität München promoviert, war sechs Jahre Unternehmensberater und sechs Jahre Produktionsleiter im Bereich Dreh-/Fräsmaschinen. Seit Januar 2024 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Consilium Finanzmanagement AG.

Erol Kiris (Jahrgang 1968) hat die Consilium Finanzmanagement AG 2008 als Beratungsunternehmen für Finanzplanung gegründet und ist seitdem ihr Vorstand. Der Bankkaufmann war vorher laut Prospekt von 1993 bis 2006 bei der Bonnfinanz AG tätig, zuletzt als Direktionsleiter. Von 2006 bis 2008 war er bei American Express Finanzmanagement als Mitglied der Geschäftsleitung für den Vertrieb zuständig. Erol Kiris hält über die ihm zu 100 Prozent gehörende Kiris Family Office GmbH mittelbar 51 Prozent der Aktien an der Consilium Finanzmanagement AG und somit mittelbar auch 51 Prozent an der Anleiheemittentin Consilium Project Finance GmbH.

Kiris ist auch Geschäftsführer der Consilium Green Energy GmbH, die Solaranlagen plant und umsetzt, sowie der Consilium Project GmbH, der Projektrechte besitzenden Tochter der Emittentin. Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied und seit 2013 Vorstandsmitglied der Consilium Erneuerbare Energien eG. Martin Ostgathe ist ebenfalls Geschäftsführer der Consilium Green Energy GmbH sowie der Consilium Project GmbH.

Die Emittentin hat keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die für die Projektentwicklung erforderlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind laut Prospekt bei ihrer Muttergesellschaft angestellt und werden von dort an die Emittentin überlassen. Weitere Arbeitsleistungen werden den Angaben nach von den übrigen Gesellschaften der Consilium Gruppe erbracht und der Emittentin in Rechnung gestellt. Nach Angaben der Emittentin wurde ein Konzernumlagevertrag, der im Prospekt nicht enthalten ist, zwischen der Emittentin, ihrer Mutter, der Consilium Green Energy GmbH und den Objektgesellschaften abgeschlossen. Die Kernleistungen des Vertrags umfassen laut Prospekt den An- und Verkauf von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern, deren Entwicklung sowie den Bau und das Projektmanagement. 

Laut Prospekt realisiert die Consilium Gruppe seit 2011 in ganz Deutschland Photovoltaikanlagen für private und institutionelle Investoren. Das knapp 30-köpfige Team erbringe Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, beginnend bei der Projektentwicklung über den Bau von Solarkraftwerken bis hin zum kaufmännischen und technischen Asset Management.

Künftig soll die Emittentin rechtlich für die Projektentwicklung zuständig sein. Die derzeit schon im Bestand ihrer Tochter befindlichen oder nach dem Prospektdatum zugekauften Photovoltaik-Projektrechte (Flächensicherungsverträge, Genehmigungen, Gutachten etc.) sollen bis zur Baureife entwickelt und anschließend durch Dritte gebaut werden. Die Veräußerung der Projekte soll im Regelfall während der Bauphase erfolgen. Grundsätzlich ist ein Verkauf laut Prospekt aber in allen Projektstadien möglich und werde, wie auch der Ankauf, mit Unterstützung externer Partner durchgeführt. 


Die Consilium Gruppe will künftig verstärkt große Solarprojekte realisieren. / Foto: Consilium

Bestehende Projektpipeline

Die Consilium Project GmbH, eine vollständige Tochtergesellschaft der Emittentin, hält laut Prospekt Projektrechte für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 120 MWp.

Dabei handelt es sich nach Angaben der Emittentin um insgesamt neun Projekte, die sich auf Nordrhein-Westfalen (sieben), Brandenburg und Rheinland-Pfalz verteilen. Die Projekte haben eine geplante Leistung zwischen 1,1 MWp und 31,3 MWp. Sie befinden sich alle mit „Flächensicherung abgeschlossen“ noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Es ist laut Prospekt geplant, dass die einzelnen Projekte den Ready-to-Build-Status (Baureife) zwischen September 2026 und Juni 2027 erreichen.

Die Consilium Project GmbH, welche die Projektrechte besitzt, war bis Dezember 2024 eine Tochter der Consilium Finanzmanagement AG. Gemäß den Angaben im Jahresabschluss-Anhang der Emittentin wurden im Rahmen einer Kapitalerhöhung im Dezember 2024 alle Anteile an der Consilium Project GmbH in die Kapitalrücklage der Emittentin eingebracht. Der Wert der Anteile wurde laut Jahresabschluss-Anhang im Rahmen einer Bewertung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers festgestellt. Der Wert der Anteile an der Consilium Project GmbH beträgt demnach 3.293.000 Euro und ist in dieser Höhe als Kapitalrücklage bei der Emittentin zum 31. Dezember 2024 bilanziert.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit der Emittentin liegt laut Prospekt darauf, diese bereits gesicherten Projektrechte für Solar-Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 120 MWp zu realisieren und dies mit den Erlösen aus der Anleiheemission zu finanzieren.

Geplante Investitionen

Die Emissionskosten der Anleihe betragen laut Prospekt bei einer Vollplatzierung insgesamt ca. 800.000 Euro, davon geschätzte 600.000 Euro platzierungsabhängige Vertriebsprovisionen. In dem Fall beträgt der Nettoemissionserlös der Anleihe bei vollständiger Platzierung ca. 9,2 Millionen Euro.

Die Emittentin plant laut Prospekt, 80 Prozent der Nettoemissionserlöse für die Entwicklung und den Bau von Photovoltaikprojekten (mit und ohne Batteriespeicher) zu verwenden, an denen ihre Tochter die Projektrechte hält. Ein Teil der Emissionserlöse soll sofort für die Weiterentwicklung der Projektpipeline eingesetzt werden: Rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr sind für Personal- und Entwicklungskosten vorgesehen. Der verbleibende Teil der Emissionserlöse wird nach Einschätzung der Emittentin ab der zweiten Jahreshälfte 2026 für die Finanzierung des Baus der ersten Solaranlagen benötigt, da die ersten Baugenehmigungen für die Solarprojekte ab diesem Zeitpunkt erwartet werden. 

Bis dahin plant die Emittentin, die verbleibende freie Liquidität für die Realisierung kurzfristiger Solarprojekte mit einem geplanten Zeitzyklus von maximal neun Monaten vom Ankauf bis zum Verkauf zu nutzen. Im Prospekt sind fünf solcher möglichen Projekte aus der Consilium Gruppe dargestellt. Zwei der Projekte sind laut Prospekt baureif, eins in der Genehmigungsphase und zwei bereits in Betrieb. Bei solchen Bestandsanlagen kann die Emittentin nach eigenen Angaben Erträge erzielen, indem sie diese für den Verkauf optimiert, beispielsweise durch den Tausch von Komponenten und die anschließende Parzellierung der Solarparks für den Verkauf an private Investoren.

Falls die Emittentin nicht eines oder mehrere dieser fünf kurzfristigen Solarprojekte erwirbt, investiert sie laut Plan trotzdem mittelbar in diese Projekte. Laut Prospekt ist vorgesehen, dass die Emittentin 10 Prozent des Nettoemissionserlöses der Anleihe als Darlehen an andere Gesellschaften der Consilium Gruppe vergibt, die diese voraussichtlich für eines der fünf Projekte verwenden werden. Es ist aber auch möglich, dass das Darlehenskapital alternativ für andere Projekte innerhalb der Consilium Gruppe verwendet wird.

Die restlichen 10 Prozent des Nettoemissionserlöses plant die Emittentin als Liquiditätsreserve vorzuhalten. Die Zinszahlungen für die Anleihe werden laut Prospekt zunächst aus dieser Liquiditätsreserve geleistet. Auch soll die Reserve als Sicherheit dienen, um unerwartete Mehrkosten und Verzögerungen bei Projektrealisierungen sowie potenzielle Verzögerungen bei Projektverkäufen aufzufangen.

Die Emittentin verkauft das jeweilige Solarprojekt laut Prospekt entweder komplett an einen Investor (extern oder innerhalb der Consilium Gruppe) oder aufgeteilt in mehrere Einzelanlagen. Diese parzellierten Photovoltaik-Einzelanlagen sind den Angaben nach technisch voneinander getrennt, und jeder Einzelanlage sind definierte Module, Wechselrichter und Unterkonstruktionen zugeordnet. Insbesondere bei parzellierten Solaranlagen ist die kundenseitige Nachfrage laut Prospektangaben aktuell deutlich höher als das vorhandene Angebot. Mögliche Käufer sind nach Angaben der Emittentin in der Regel vermögende Anlegerinnen und Anleger, die ab 100.000 Euro investieren und häufig eine IAB-Investition anstreben. Der IAB (Investitionsabzugsbetrag) kann bei solchen Solarinvestments – abhängig von der individuellen Situation – frühzeitig eine hohe steuerliche Abschreibung ermöglichen.

Ökologische Wirkung

Die Consilium Project Finance GmbH beabsichtigt, mit dem Nettoemissionserlös der Anleihe hauptsächlich die Entwicklungs- und Bauphasen von neuen Solarprojekten (mit und ohne Batteriespeicher) zu finanzieren. In dem Fall kann sie einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieproduktion und zur Abschwächung des Klimawandels leisten. Bei einer möglichen Entwicklungs- und Bauzeit von Projekten von ca. zwei bis drei Jahren kann das Anleihekapital eventuell mehr als einmal für ökologisch sinnvolle Solarprojekte eingesetzt werden, wenn die jeweils vorherigen Solarprojekte plangemäß entwickelt und verkauft werden können.

Risiko


Consilium möchte auch Solarparks in kleine Parzellen aufteilen und an private Investoren verkaufen. / Foto: Consilium

Die Emittentin plant, mit dem einzuwerbenden Anleihekapital die Entwicklung und den Bau von Solarprojekten zu finanzieren. Insbesondere in frühen Projektentwicklungsphasen kann ein hohes Risiko bestehen, dass Projekte sich deutlich verzögern oder scheitern. Aber auch in späteren Entwicklungsphasen, in denen in der Regel bereits höhere Kosten angefallen sind, können Projekte noch scheitern. Es ist auch möglich, dass bereits zur Baureife entwickelte Projekte nicht zu rentablen Preisen verkauft werden können, wenn zwischenzeitlich die Anlagen-, Bau- und Finanzierungskosten gestiegen sind und/oder der Strommarktpreis gesunken ist.

Der Monatsmarktwert für Solarenergie ist seit den Höchstständen in 2022 massiv gesunken und liegt laut netztransparenz.de für den April 2025 nur noch bei rund 3,0 Cent/kWh. Es besteht das Risiko, dass die Emittentin für ein oder mehrere ihrer Solarprojekte keinen Zuschlag bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur erhält und Projekte in der Folge nicht rentabel realisieren kann. In der Bauphase von Solarprojekten bestehen beispielsweise die Risiken, dass Kosten steigen, sich Planungsfehler zeigen, Baumängel auftreten und Vertragspartner insolvent werden. Dies kann zu Schadensersatz-, Haftungs- und Gewährleistungsansprüchen der Investoren gegen die Emittentin bzw. ihre Tochter führen, wenn diese als Generalübernehmer fungieren.

Die geplante Geschäftstätigkeit der Emittentin ist mit erheblichen Investitionskosten verbunden, die (vor-)finanziert werden müssen. Dies soll laut Prospekt im üblichen Umfang über besicherte Bankfinanzierungen erfolgen. Die Anleihe ist nicht besichert. Die Ansprüche aus der Anleihe sind laut Prospekt strukturell nachrangig zu denen besicherter Gläubiger bis zum Wert der diesen gewährten Sicherheiten.

Es besteht das Risiko, dass die Emittentin die Werthaltigkeit der Projektrechte, die sie bzw. ihre Tochter erworben haben oder künftig erwerben, zu hoch einschätzt und daher einen zu hohen Kaufpreis zahlt. Die Emittentin hat keine eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in ihrer Geschäftstätigkeit von ihrer Muttergesellschaft und weiteren Unternehmen der Consilium Gruppe abhängig. Aufgrund der vertraglichen, gesellschaftlichen und personellen Verflechtungen besteht ein Potenzial für Interessenskonflikte, die zu Ungunsten der Emittentin gelöst werden könnten. Das kann beispielsweise die Festlegung des Verkaufspreises betreffen, wenn die Emittentin Projekte an andere Unternehmen der Consilium Gruppe verkauft.

Sollte es der Emittentin nicht möglich sein, die Anleihe im Wesentlichen aus dem Verkauf von Solarprojekten zurückzuführen, kann das Unternehmen auf eine Refinanzierung angewiesen sein. In dem Fall besteht das Risiko, dass diese Refinanzierung nicht gelingt und die Emittentin die Anleihe nicht zurückzahlen kann. Für die Anleihegläubigerinnen und Anleihegläubiger besteht das Risiko, dass sie ihr eingesetztes Kapital teilweise oder vollständig verlieren.

Stärken

  • Consilium Gruppe mit rund 15 Jahren Erfahrung im deutschen Solarmarkt
  • Bestehende Projektentwicklungspipeline der Tochter der Emittentin
  • Wachstumsmarkt Photovoltaik in Deutschland

Schwächen

  • Umfangreiche Projektentwicklungs- und Baurisiken
  • Potenzial für Interessenskonflikte bei teilweise verringerter Transparenz
  • Wenig Erfahrung der Consilium Gruppe mit großen Solarprojekten

Fazit

Finanziell

Die Consilium Project Finance GmbH plant, mit dem Anleihekapital vor allem die Entwicklung und den Bau ihrer Solarprojekte in Deutschland zu finanzieren. Insbesondere in frühen Entwicklungsphasen können hohe Risiken für ein Scheitern von Projekten bestehen. Die Emittentin ist erheblich von anderen Gesellschaften der Consilium Gruppe abhängig, wird aber in keinen Konzernabschluss einbezogen, sodass die finanziellen Transparenz teilweise verringert ist. In der Entwicklungspipeline sind auch große Solarprojekte enthalten. In diesem Segment hat die Consilium Gruppe bislang weniger Erfahrungswerte, sodass hier neben dem höheren Margenpotenzial auch Unsicherheiten bestehen. Die gefallenen Vergütungen für Solarstrom können die Rentabilität von neuen Solarprojekten verringern. Hier könnte der geplante Verkauf von Solarprojekten, aufgeteilt in „Steuerspar“-Einzelanlagen, für die Emittentin eine Möglichkeit sein, um höhere Gesamt-Verkaufspreise zu realisieren.

Nachhaltigkeit

Das Anleihekapital soll die Entwicklung und den Bau von Solarprojekten finanzieren, sodass im Falle einer erfolgreichen Realisierung der Projekte eine hohe positive ökologische Wirkung erzielt werden könnte.

ECOreporter-Empfehlung

Da die Emittentin ihre operative Tätigkeit erst mit der Anleiheemission gestartet hat, können in der Anfangsphase erhöhte Risiken bestehen. Wichtig ist für die Emittentin eine faire Einbindung in die Consilium Gruppe. Dass diese bereits 15 Jahre am Solarmarkt tätig ist, kann als Indiz für eine nachhaltige Geschäftspolitik bewertet werden.


Basisdaten

Emittentin: Consilium Project Finance GmbH, Stuttgart
Anlageform: Inhaber-Schuldverschreibungen (Anleihe)
Emissionsvolumen: bis zu 10 Millionen Euro
Mindestzeichnung: 1.000 Euro
Laufzeit: 11. Juni 2025 bis 11. Juni 2030
Zinssatz: 7,0 Prozent pro Jahr
Prospektbilligung: CSSF (Luxemburgische Finanzaufsichtsbehörde)
Handelbarkeit: ab dem 16. Oktober 2025 an der Frankfurter Wertpapierbörse (Plan)
ISIN: DE000A4DFED9

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