Eines der Windräder, deren Leistungsvermögen EXPEC mit neuen Turbinen deutlich erhöhen möchte. / Foto: EXPEC Green Energy

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Unabhängige Analyse: Wie attraktiv ist die Beteiligung „EXPEC Wind REpower 1“?

Die EXPEC Wind REpower 1 GmbH & Co. KG plant, Standorte mit alten Windrädern zu erwerben und diese möglichst durch neue Anlagen zu ersetzen. Das Unternehmen hat sich vertraglich den Zugriff auf neun Windkraft-Standorte in Deutschland gesichert. Anlegerinnen und Anleger können die Investitionsvorhaben finanzieren, indem sie sich ab 50.000 Euro als Kommanditisten beteiligen. Die Platzierung erfolgt über Grüne Sachwerte aus Bremen. Die prognostizierte Rendite beträgt über 10 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von rund 4,5 Jahren. ECOreporter hat das Beteiligungsangebot eingehend geprüft.

Emittentin des Beteiligungsangebots ist die EXPEC Wind REpower 1 GmbH & Co. KG. Sie plant, für die meisten der zu erwerbenden Windkraftstandorte zum Zwecke des Repowerings jeweils eine Projektentwicklung durchzuführen. Die realisierten Repowering-Windkraftanlagen oder deren Projektrechte sollen veräußert werden. Windkraftanlagen, für die kein Repowering möglich ist, plant die Emittentin selbst weiter zu betreiben.

Welche Erfahrungen hat die EXPEC-Gruppe? Wie wirken sich die Investitionsstrategie und die Vertragsbedingungen auf die Chancen und Risiken des Beteiligungsangebotes aus? Antworten auf diese und weitere Fragen, Informationen zu den Windparks sowie das Fazit von ECOreporter erhalten Sie im folgenden Premium-Bereich.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Unternehmensprofil EXPEC

Die im Mai 2025 gegründete Emittentin EXPEC Wind REpower 1 GmbH & Co. KG wird vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) EWR Verwaltungs GmbH, die auch als Komplementärin der Windkraft-Projektgesellschaften fungieren soll. Alleingesellschafterin der im April 2025 gegründeten Komplementärin ist die EXPEC Green Energy GmbH mit Sitz in Regensburg. Diese soll nach Angaben der Emittentin das Asset Management sowie die kaufmännische und technische Betriebsführung bei den Projektgesellschaften übernehmen.

Geschäftsführender Gesellschafter der EXPEC Green Energy GmbH ist Thomas Gugau (Jahrgang 1970). Tobias Baierl (Jahrgang 1988), Geschäftsführer der Komplementärin der Emittentin, ist auch in der Geschäftsführung der 2022 gegründeten EXPEC Green Energy GmbH. Diese gehört zur EXPEC-Firmengruppe (Eigentümer Thomas Gugau), die im Bereich Immobilien tätig ist.

Die EXPEC Green Energy GmbH hat nach eigenen Angaben ein großes Netzwerk im Bereich Politik und Wirtschaft mit Kontakten zu Windkraftbetreibern, Flächeneigentümern und entsprechenden Dienstleistern aufgebaut. Die firmeneigene Rechtsabteilung werde durch zwei auf Erneuerbare Energien spezialisierte Anwaltskanzleien unterstützt. Die EXPEC Green Energy ist Mitglied im Bundesverband Windenergie (auch regional) sowie im Bundesverband Erneuerbare Energie.


Tobias Baierl (l.) ist Geschäftsführer der EXPEC Green Energy GmbH, Markus Kirchberger ist Projektleiter des Unternehmens. / Foto: EXPEC Green Energy

Der Projektleiter der EXPEC Green Energy GmbH, Markus Kirchberger, verfügt über mehrjährige Kenntnisse im Windkraftbereich, sodass erste Einschätzungen in Bezug auf Repowering-Möglichkeiten bei EXPEC selbst erfolgen. Sofern die Standorteignung ein Repowering-Potenzial aufzeigt, werden nach Angaben der Geschäftsführung ihre Partner im Bereich der Gutachtenerstellung umgehend in das Projekt involviert.

Beim ersten Repowering der EXPEC Green Energy GmbH wurde der Genehmigungsantrag für die Errichtung von drei Windkraftanlagen nach einer Projektierungszeit von 14 Monaten gestellt. Das zweite Repowering-Vorhaben in der Oberlausitz befindet sich nach Angaben von EXPEC gerade mitten in der Gutachtenerstellung und soll Anfang 2026 genehmigungsreif werden. Zusätzlich will sich die EXPEC Green Energy GmbH personell verstärken, um sich auch unabhängiger von externen Dienstleistern zu machen.

Unternehmensprofil Grüne Sachwerte

Geschäftsführer der Treuhandkommanditistin Grüne Sachwerte Treuhand GmbH sind Sandra Horling (Jahrgang 1980) und Michael Horling (Jahrgang 1979). Die Treuhandkommanditistin ist gesellschaftsrechtlich mit der Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment mbH (Geschäftsführung Sandra Horling und Michael Horling) verbunden, die Beteiligungen an der Emittentin platziert. Michael Horling hat 2012 Grüne Sachwerte gegründet, die ökologische Geldanlagen vorzugsweise mit Sachwertbezug vermittelt sowie inzwischen auch selbst nachhaltige Kapitalanlagen – eigenständig und mit Partnern – auflegt. 

Eigenkapital und Fremdkapital

  • Gesamtfinanzierungsvolumen: 3,0 Millionen Euro
  • Eigenkapitalvolumen (Kommanditkapital): 3,0 Millionen Euro
  • Agio: 0 Millionen Euro

Das vorliegende Beteiligungsangebot „EXPEC Wind REpower 1“ ist von der Emittentin als Private Placement (Privatplatzierung) konzipiert, für das die Emittentin ein 84-seitiges Memorandum (vom Mai 2025) erstellt hat. Es handelt sich dabei um keinen von der BaFin gebilligten Verkaufsprospekt. Laut Memorandum werden maximal 20 Anteile je Beteiligungsvariante angeboten. Die Mindestzeichnung beträgt bei der Variante Typ A 50.000 Euro und bei Typ B 100.000 Euro.

Nach Angaben der Emittentin ist bereits ein Drittel des Emissionsvolumens platziert, und weitere Reservierungen von Investorinnen und Investoren liegen vor. Die Zeichnungsfrist soll am 31. Juli 2025 enden. Die Komplementärin ist berechtigt, einmalig die Zeichnungsfrist bis zum 31. Oktober 2025 zu verlängern. Sie kann zudem einmalig den Betrag der Kapitalerhöhung um bis zu weitere 1 Million Euro auf insgesamt bis zu 4 Millionen Euro erhöhen. Fremdkapital von Dritten, insbesondere Bankfinanzierungen, soll nach den Planungen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Memorandums auf Ebene der Emittentin nicht genutzt werden.

Nebenkosten
(in Prozent des Eigenkapitalvolumens)

  • Agio: 0,0 Prozent
  • Eigenkapitalvermittlung: 6,0 Prozent
  • Konzeption, Rechtsberatung, Gestaltung und Marketing: 1,0 Prozent
  • Gesamtweichkosten: 7,0 Prozent

Laufende Kosten

  • Komplementärin/Geschäftsführung (pro Jahr): 25.000 Euro
  • Treuhänderin (pro Jahr): 0,3 Prozent des Kommanditkapitals (9.000 Euro bei Vollplatzierung) 

Bei Projektgesellschaften, die Windparks betreiben, entstehen in der Regel laufende Kosten unter anderem für Wartung und Instandhaltung, kaufmännische und technische Betriebsführung und Versicherungen.

Laufzeit 

Die Dauer der Emittentin endet laut Memorandum grundsätzlich am 31. Dezember 2029. Die Komplementärin ist aber berechtigt, die Laufzeit zweimal um jeweils ein Jahr zu verlängern. Eine vorzeitige Auflösung der Emittentin kann laut Gesellschaftsvertrag vom 9. Mai 2025 durch Beschluss der Gesellschafterversammlung mit Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen und Zustimmung der Komplementärin beschlossen werden. Falls eine Anlegerin oder ein Anleger einen Gesellschaftsanteil veräußern möchte, hat die Komplementärin ein Vorkaufsrecht.

Ausschüttungen


Innenansicht eines Windradturms. / Foto: EXPEC Green Energy

Im Rahmen des Beteiligungsangebotes ist vorgesehen, dass während der Laufzeit keine jährlichen Ausschüttungen erfolgen, sondern die liquiden Mittel für weitere Investitionen zur Verfügung stehen. Die Ausschüttungen an die Anlegerinnen und Anleger sollen daher endfällig erfolgen (Thesaurierung). Ausschüttungen während der Laufzeit sind aber möglich, wenn beispielsweise für Investitionen nicht mehr benötigte Liquidität vorhanden ist. Entnahmen und Ausschüttungen sind laut Memorandum solange und soweit ausgeschlossen, wie sie zu einer Überschuldung oder einer Zahlungsunfähigkeit der Emittentin führen würden.

Die angebotenen Beteiligungsvarianten unterscheiden sich bei der Höhe der Ergebnisverteilung. Bei der Beteiligungsvariante Typ A beträgt der Gewinnvorzug 7 Prozent pro Jahr, bei der Beteiligungsvariante Typ B 7,5 Prozent pro Jahr.

Übersteigen die Gesamtausschüttungen inklusive Kapitalrückzahlung den Gewinnvorzug, erhalten die Anlegerinnen und Anleger von weiteren Überschüssen der Emittentin einen Anteil von 50 Prozent, bis sie Ausschüttungen von 10 Prozent pro Jahr erzielt haben. Übersteigen die Gesamtausschüttungen inklusive Kapitalrückzahlung diese 10 Prozent pro Jahr, erhalten die Anlegerinnen und Anleger von weiteren Überschüssen der Emittentin einen Anteil von 25 Prozent. 

Die Differenz zu 100 Prozent ergibt sich aus den erfolgsabhängigen Vergütungen (Performance Fee) für den Fall, dass am Ende der Laufzeit die Kapitalrückzahlung zu 100 Prozent erfolgt ist und der Gewinnvorzug überschritten ist. Bei bis zu 10 Prozent Ausschüttung pro Jahr beträgt die erfolgsabhängige Vergütung 45 Prozent für die Komplementärin und 5 Prozent für die Treuhandkommanditistin. Für den Betrag, der über 10 Prozent Ausschüttung pro Jahr für die Anlegerinnen und Anleger liegt, beträgt die erfolgsabhängige Vergütung laut Memorandum 72 Prozent für die Komplementärin und 3 Prozent für die Treuhandkommanditistin. 

Renditeprognose

Die wesentlichen Parameter, die über Erfolg und Misserfolg des Beteiligungsangebotes entscheiden, sind nach Einschätzung der Emittentin:

  • Anzahl der Windkraftanlagen, für die eine Genehmigung zum Repowering erhalten werden kann
  • Verkaufserlös für eine baureife Windkraftanlage
  • Höhe der Projektentwicklungskosten
  • Erlöse aus dem Verkauf des Windstroms der alten Windkraftanlagen
  • Kosten für Wartung, Reparatur und gegebenenfalls Rückbau der alten Windkraftanlagen

Im Memorandum sind Sensitivitätsanalysen mit folgenden drei Szenarien enthalten:

Pessimistisches Szenario: Es gelingen keine Repowering-Maßnahmen, und die 16 Windkraftanlagen werden über die komplette Laufzeit weiterbetrieben und am Ende veräußert; Renditeprognose:  minus 3,6 Prozent pro Jahr.

Normalfall-Szenario: Es gelingen drei Repowering-Maßnahmen, und die 13 restlichen Windkraftanlagen werden über die komplette Laufzeit weiterbetrieben und am Ende veräußert; Renditeprognose: 10,4 Prozent pro Jahr.

Optimistisches Szenario:  Es gelingen sechs Repowering-Maßnahmen, und die zehn restlichen Windkraftanlagen werden über die komplette Laufzeit weiterbetrieben und am Ende veräußert; Renditeprognose: 16,0 Prozent pro Jahr.

Das pessimistische Szenario stellt nicht die schlechtestmögliche Entwicklung dar und das optimistische Szenario auch nicht die bestmögliche.

Investitionen

Die Emittentin verfolgt die Investitionsstrategie, Standorte mit alten Windkraftanlagen in Deutschland zu erwerben. Dabei soll es sich möglichst um solche Standorte handeln, bei denen die Chance auf ein wirtschaftlich attraktives Repowering besteht. Die Windkraftanlagen sollen bei Erwerb noch in Betrieb sein und zunächst weiterbetrieben werden, wodurch laufende Einnahmen erzielt werden können. Parallel zum Weiterbetrieb werden laut Memorandum alle Vorbereitungen (z.B. Gutachten, Genehmigungsprozesse, Pachtverlängerungen, ökologische Ausgleichsmaßnahmen, Verhandlungen mit Windkraftanlagenherstellern) für das Repowering durch die Emittentin getroffen.

Sowohl der Erwerb der Standorte und Grundstücke als auch die Maßnahmen im Rahmen der Betriebsführung und der Entwicklung möglicher Repowering-Maßnahmen sollen durch das im Rahmen dieser Vermögensanlage eingeworbene Kapital finanziert werden. Das Netto-Emissionsvolumen der Vermögensanlage bei Vollplatzierung beträgt 2,79 Millionen Euro. Davon entfallen laut Memorandum nach den bisherigen Planungen 1,9 Millionen Euro auf den Erwerb der neun Windkraft-Standorte sowie teilweise deren Grundstücke. Für die Projektentwicklung des Repowering sind Aufwendungen von 600.000 Euro vorgesehen. Die verbleibenden 290.000 Euro sind als Reserve für weitere Projektentwicklungen geplant.


Einige der zu erwerbenden Windkraftanlagen wird EXPEC wahrscheinlich selbst weiter betreiben. / Foto: EXPEC Green Energy

Die Emittentin plant zum Zeitpunkt der Aufstellung des Memorandums, insgesamt 16 konkrete Windkraftanlagen an neun verschiedenen Standorten in Deutschland zu erwerben. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Memorandums haben die Geschäftsführung der Emittentin sowie der Verkäufer der Windkraftanlagen einen bestehenden Letter of Intent (gemeinsame Absichtserklärung) für die Transaktion zu einem Festpreis. Ein Kaufvertrag liegt laut Memorandum bereits fertig ausgehandelt bei einem Notar und soll kurzfristig von beiden Seiten unterzeichnet und notariell beurkundet werden. Nach Angaben der Emittentin ist die Beurkundung für Juli 2025 geplant. Der Verkäufer hat nach Angaben der Emittentin eine etablierte Servicefirma im Bereich Windkrafttechnik.

Die Emittentin hat Informationen zu den neun Projekten veröffentlicht. Die Windkraftanlagen sind überwiegend zwischen 1994 und 2000 gebaut worden. Nur ein Projekt mit vier Anlagen wurde später, in 2007, errichtet. Die Anlagen sind nach Angaben der Emittentin regelmäßig gewartet und überprüft worden, überwiegend von externen Serviceunternehmen. Die 16 Windkraftanlagen kommen von Vestas (6), Enercon (5), Gamesa (4) und DeWind (1) und haben dem damaligen technischen Stand entsprechend Nennleistungen zwischen 0,5 MW und 0,85 MW. Die neun Projektstandorte befinden sich in Hessen (3), Baden-Württemberg (3), Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Nach Einschätzung von EXPEC Green Energy (Stand: 17.3.2025) ist unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten (z.B. Abstand Wohnbebauung) bei sechs  der neun Standorte (entspricht zwölf Windkraftanlagen) ein Repowering möglich, bei zwei Standorten (drei Anlagen) offen und bei einem Standort (eine Anlage) unwahrscheinlich. 

Ökologische Wirkung

Die Emittentin investiert konzeptionsgemäß zunächst in bestehende Windenergieanlagen, die grünen Strom erzeugen und damit eine positive ökologische Wirkung haben. Bei diesen Windkraftprojekten, die langjährig in Betrieb sind, ist eine zusätzliche hohe direkte ökologische Wirkung möglich, wenn sie wie geplant während der Laufzeit repowert werden. Das Repowering eines Windparks ist in der Regel unter ökologischen Gesichtspunkten positiv zu bewerten, da beim Ersetzen von alten Windrädern durch neue, effiziente Windenergieanlagen der Stromertrag deutlich steigt. Durch den Repowering-Prozess kann sich so die Leistung pro Fläche vervielfachen, da moderne Turbinen auf weniger Fläche mehr Energie liefern.

Risiko

Die Emittentin plant, die Entwicklung von Repowering-Windkraftprojekten zu finanzieren. Insbesondere in frühen Projektentwicklungsphasen kann ein hohes Risiko bestehen, dass Projekte sich deutlich verzögern oder scheitern. Aber auch in späteren Entwicklungsphasen, in denen in der Regel bereits höhere Kosten angefallen sind, können Projekte noch scheitern, wenn sie beispielsweise keine Baugenehmigung erhalten. Es ist auch möglich, dass bereits zur Baureife entwickelte Projekte nicht zu rentablen Preisen verkauft werden können, wenn zwischenzeitlich die Anlagen-, Bau- und Finanzierungskosten gestiegen sind und/oder der Strommarktpreis gesunken ist.

Sofern die Emittentin ein Projekt nicht bereits mit dem Erhalt der Baugenehmigung oder gleich danach verkauft, besteht das Risiko, dass sie für das Windkraftprojekt keinen Zuschlag bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur erhält und das Projekt in der Folge nicht rentabel realisiert werden kann. In der Bauphase von Windkraftprojekten bestehen beispielsweise die Risiken, dass Kosten steigen, Baumängel auftreten, Bauteile nicht rechtzeitig geliefert werden oder Vertragspartner insolvent werden.

Es besteht das Risiko, dass die von der Emittentin ausgewählten Projekte nicht für ein Repowering geeignet sind. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht alle relevanten Projektinformationen vorlagen. Die Emittentin bzw. ihre Mutter haben bislang wenig Erfahrung im Windkraftbereich – insbesondere im Vergleich zu den großen etablierten Windkraft-Projektentwicklern in Deutschland. Dadurch könnte ein erhöhtes Risiko für Fehleinschätzungen im Rahmen der geplanten Projektentwicklungen bestehen. Wenn das geplante Kommanditkapital nicht vollständig platziert wird, kann die Emittentin voraussichtlich nicht alle Projekte erwerben, wodurch die Risikostreuung geringer ausfallen kann.

Die Windkraftanlagen, bei denen ein Repowering nicht möglich ist oder die Projektentwicklung scheitert, plant die Emittentin während der Laufzeit der Vermögensanlage weiterzubetreiben. Die Stromerlöse von Windkraftanlagen können abhängig vom Windaufkommen teils erheblichen Schwankungen unterliegen. Zudem besteht beispielsweise das Risiko, dass sich die erzielbaren Strompreise verringern oder an den Anlagen schwerwiegende Schäden auftreten. Deren Reparatur könnte dann bei den alten Anlagen der Emittentin nicht mehr wirtschaftlich sein. Es besteht das Risiko, dass der Rückbau von Windkraftanlagen teurer wird als geplant. 

Der Großteil der geplanten Ausschüttungen an die Anlegerinnen und Anleger soll durch den Verkauf der repowerten oder baureifen Windkraftprojekte bzw. deren Projektrechte erfolgen. Es besteht das Risiko, dass die Verkaufserlöse geringer ausfallen als kalkuliert und Anlegerinnen und Anleger einen Kapitalverlust zu verzeichnen haben. Auch ein vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals ist nicht ausgeschlossen.

Fazit

Bei dem Beteiligungsangebot EXPEC Wind REpower 1 handelt es sich um ein unternehmerisches Investment mit hohen Chancen und Risiken. Aufgrund des möglichen Weiterbetriebs der alten Windkraftanlagen und der prozentual hohen erfolgsabhängigen Vergütung sind Risiken und Chancen etwas gedämpft. Insgesamt kann das Chancen/Risiko-Verhältnis des grünen Beteiligungsangebotes als ausgewogen gelten.


Basisdaten

Emittentin und Anbieterin: EXPEC Wind REpower 1 GmbH & Co. KG, Regensburg
Komplementärin und Geschäftsführerin: EWR Verwaltungs GmbH
Treuhandkommanditistin: Grüne Sachwerte Treuhand GmbH, Bremen
Beteiligungsform: Treugeberin/Treugeber oder Direktkommanditistin/Direktkommanditist
Gesamtfinanzierungsvolumen: 3,0 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen: 3,0 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 50.000 Euro (Typ A), 100.000 Euro (Typ B)
Agio: 0 Prozent
Grundlaufzeit: bis zum 31. Dezember 2029
BaFin-Prospektbilligung:  Nein
Haftsumme: 1 Prozent der Kommanditeinlage

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