Veganer Fleischersatz von Veganz soll künftig ein Bestandteil von zahlreichen Aramark-Gerichten sein. / Foto: Veganz

  Nachhaltige Aktien

Veganz kooperiert mit Aramark – wie entwickelt sich die Aktie?

Der vegane Lebensmittelanbieter Veganz aus Berlin arbeitet ab sofort mit dem internationalen Catering- und Gastronomiekonzern Aramark zusammen.

Veganz und Aramark wollen gemeinsam vegane Gerichte entwickeln, in denen beispielsweise das Sojageschnetzelte oder die veganen Bratwürste von Veganz zum Einsatz kommen. Die Produkte sollen überwiegend in der neuen Veganz-Fabrik in Werder/Havel hergestellt werden. Aramark will sie vor allem im Sport- und Eventbereich sowie in der Betriebsgastronomie verkaufen.

„Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung und für beide Parteien eine Win-Win-Situation“, sagt Arnd Rune Thomas, Geschäftsführer Operations bei Aramark. „Wir unterstützen Veganz mit unserer Expertise dabei, im Außer-Haus-Markt mehr Fuß zu fassen, und gleichzeitig können wir unser Portfolio an leckeren klimafreundlichen Gerichten erweitern. Das hervorragende Markenimage als „Deutschlands innovativste Food-Marke 2021“ passt außerdem ideal zu unseren Leitlinien.“

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Veganz ist im November 2021 an die Börse gegangen. Am 17. November erreichte die Aktie ihr bisheriges Hoch von 100,60 Euro, danach ging es kontinuierlich abwärts. Aktuell kostet die Aktie im Xetra-Handel 87,00 Euro (Stand 10.1.2022, 9:23 Uhr) und damit so viel wie bei ihrer Ausgabe.

Veganz steigert seit Jahren seine Umsätze, im ersten Halbjahr 2021 auf 15,6 Millionen Euro. Weil das Unternehmen nach wie vor viel Geld für Investitionen ausgibt, schreibt es weiterhin rote Zahlen. In der ersten Jahreshälfte lag der Nettoverlust bei knapp 4 Millionen Euro.

Anleihe läuft stabil

Veganz hatte 2020 eine Unternehmensanleihe mit einem Jahreszins von 7,5 Prozent auf den Markt gebracht. ECOreporter hatte sich das Anleiheangebot hier näher angesehen. Die Anleihe notiert an der Frankfurter Börse derzeit bei 100 Prozent (Stand 10.1.2022, 9:10 Uhr).

ECOreporter schätzt die Aktien und Anleihen von Veganz als kerngrüne Investments ein. Allerdings sind die Risiken für Anlegerinnen und Anleger hoch: Das Unternehmen weist nach dem ersten Halbjahr 2021 einen Bilanzverlust von 13,2 Millionen Euro auf, der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag liegt bei 8,7 Millionen Euro.

Durch den Börsengang und andere Finanzierungen hat sich Veganz jetzt frisches Kapital besorgt, die bilanzielle Situation bleibt aber wackelig: Einem Anlagevermögen von 13,2 Millionen Euro, das sich fast ausschließlich aus Markenrechten zusammensetzt, stehen langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 23,7 Millionen Euro gegenüber. Alleine den Gläubigern der Unternehmensanleihe schuldet Veganz noch knapp 4,3 Millionen Euro. 2017 hatte eine Tochtergesellschaft des Unternehmens, die zehn vegane Supermärkte betrieb, Insolvenz anmelden müssen.

ECOreporter-Empfehlung: Investieren Sie nur in Veganz, wenn Sie mit erheblichen Anlagerisiken gut schlafen können.

Lesen Sie auch unser Dossier Vegane Aktien: Bis 185 % Plus in einem Jahr.

Veganz Group AG: ISIN DE000A3E5ED2 / WKN A3E5ED

Veganz Anleihe 2020/2025: ISIN DE000A254NF5 / WKN A254NF

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