Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Veolia mit weniger Umsatz – strategische Ziele bestätigt
Der französische Umweltkonzern Veolia hat im ersten Halbjahr 2025 seinen Gewinn leicht gesteigert, der Umsatz litt allerdings insbesondere unter hohen Energiepreisen. Seine mittelfristigen Ziele im Rahmen der GreenUp-Strategie bestätigt das Unternehmen.
In den ersten sechs Monaten des Jahres erzielte Veolia einen Umsatz von rund 22 Milliarden Euro, etwas weniger als die 22,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Ohne die Belastung durch gestiegene Energiepreise wuchsen die Erlöse um 3,8 Prozent. Auf dieser Basis legte der Konzern in allen drei Geschäftsbereichen – Wasser, Abfall und Energie – zu, wie Veolia betonte.
Gewinn gesteigert, Verschuldung unter Kontrolle
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 5,5 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Das Wachstum entspreche den eigenen Erwartungen, wie Veolia-Chefin Estelle Brachlianoff erklärte. Besonders profitierte das Unternehmen von Einsparungen und Synergien aus der Integration des übernommenen französischen Konkurrenten Suez.
Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers zu nachhaltigen Wasseraktien und zu Aktien der Kreislaufwirtschaft.
Eine Einschätzung der Veolia-Aktie finden Sie im Premium-Bereich.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Auch das Nettoergebnis konnte der Konzern um knapp 1 Prozent auf 657 Millionen Euro steigern, dabei belasteten Wechselkurseffekte. Zu konstanten Wechselkursen wuchs das Ergebnis um 4,3 Prozent.
Für 2025 erwartet Veolia unverändert "ein solides Umsatzwachstum" zu konstanten Wechselkursen und ohne Berücksichtigung von Energiepreisen. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA soll um 5 bis 6 Prozent zulegen, das Nettoergebnis ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten um 9 Prozent steigen.
Veolia bekräftigte auch seine mittelfristigen Ziele im Rahmen der GreenUp-Strategie. In deren Rahmen will der Konzern jährlich Einsparungen von mehr als 350 Millionen Euro erzielen und das EBITDA bis 2027 auf mehr als 8 Milliarden Euro steigern. Der bereinigte Nettogewinn soll jedes Jahr um rund 10 Prozent wachsen.
Im ersten Halbjahr 2025 investierte Veolia bereits 2,2 Milliarden Euro in die drei "Wachstums-Booster" Grüne Energie, Wasser und Abfallbehandlung. Die Verschuldung blieb dennoch im Rahmen: Die Nettofinanzverschuldung lag zum 30. Juni bei knapp 21 Milliarden Euro, womit der Verschuldungsgrad dem Dreifachen des EBITDA auf Sicht von zwölf Monaten entsprach. Damit bewegt sich das Unternehmen hier in seinem Zielkorridor, langfristig soll der Verschuldungsgrad unter dem Dreifachen EBITDA liegen.
Solide Aussichten
An der Börse kam der leicht gesunkene Umsatz schlecht an. Die Veolia-Aktie büßte im Handel am gestrigen Donnerstag 2,2 Prozent ein, aktuell ist sie am Handelsplatz Tradegate weitere 0,9 Prozent im Minus und kostet 29,41 Euro (Stand: 1.8.2025, 10:09 Uhr). Im Monatsvergleich büßte die Aktie 2,8 Prozent ein, auf Jahressicht stieg der Kurs um 3,9 Prozent.
Die Veolia-Aktie schwankte in den letzten Jahren immer wieder, auf fünf Jahre betrachtet gewann sie allerdings knapp 60 Prozent an Wert. ECOreporter sieht weiterhin eine gute Perspektive für das Unternehmen, das durch die Suez-Übernahme zu einem der umsatzstärksten europäischen Wasser- und Abfallunternehmen aufgestiegen ist. Der Gewinn knackte 2024 die Marke von 1 Milliarde Euro. Auch Veolias Wachstumspläne sind engagiert.
Ein Einstieg kann für geduldige Anlegerinnen und Anleger daher weiter attraktiv sein. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie liegt für 2025 bei moderaten 15. Hinzu kommt eine attraktive erwartete Dividendenrendite für 2025 von hohen 5 Prozent.
Veolia Environnement S. A.: ISIN FR0000124141 / WKN 501451
(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)