Datencenter von IBM. / Foto: Unternehmen

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Wegen Corona: Auch IBM streicht tausende Jobs

Der Tech-Gigant IBM hat im Zuge der Corona-Krise einen umfassenden Stellenabbau in den USA angekündigt. Um wie viele Stellen es sich genau handelt, erklärte das Unternehmen mit Sitz in Armonk (Bundesstaat New York) zwar nicht. Es dürfte aber um tausende Stellen gehen, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete. Ende vergangenen Jahres hatte IBM knapp 353.000 Mitarbeiter.

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IBM erklärte, die Entscheidung sei im Interesse des langfristigen Wohlergehens der Firma gefallen. Da man sich aber bewusst sei über die „einzigartige und schwierige Situation“, die durch die Entlassungen entstünde, blieben die betroffenen Mitarbeiter bis Ende Juni 2021 über IBM krankenversichert.

Damit beginnt die Zeit des neuen Konzernchefs Arvind Krishna, der das Ruder bei IBM erst Anfang April von Ginni Rometty übernommen hatte, mit einer Reihe von Einschnitten beim Konzern. Im April hatte Krishna wegen der Corona-Pandemie bereits die Prognose für das laufende Geschäftsjahr kassiert.

IBM ist unter Tech-Konzernen mit den Jobkürzungen nicht allein: Der Fahrdienstvermittler Uber etwa strich zuletzt rund 6.700 Stellen, auch der Wohnungsvermittler AirBnB will laut Berichten einen großen Teil seiner Arbeitskräfte entlassen. Der auf Gewerbekunden spezialisierte IT-Dienstleister Hewlett Packard Enterprises kündigte nach Verlusten ein weitreichendes Sparprogramm an.

An der Berliner Wertpapierbörse Tradegate liegt die IBM-Aktie um 0,2 Prozent zum Vortag im Minus bei 109,25 Euro (Stand 22.5.2020, 14:11 Uhr). Auf Monatssicht notiert sie damit 1,7 Prozent im Plus, im Jahresvergleich 10,5 Prozent im Minus. In den letzten fünf Jahren hat die Aktie 26 Prozent an Wert verloren.

IBM war eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Dividendenkönige. Die Redaktion hatte das Unternehmen 2017 wegen der schwachen Umsatz- und Kursentwicklung aus dieser Liste entfernt. Wer bei IBM einsteigt, muss darauf vertrauen, dass die Neuausrichtung des Konzerns – mehr Cloud-Angebote, weniger Hardware – auf lange Sicht gelingt.

IBM Corp.: ISIN US4592001014 / WKN 851399

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