Xpeng baut Elektroautos für die obere chinesische Mittelschicht und betreibt zudem in China mehr als 800 Schnellladesäulen. / Foto: Xpeng

  Nachhaltige Aktien

Xpeng-Aktie gewinnt an einem Tag 47 %

Der chinesische Elektroautobauer Xpeng hat am gestrigen Mittwoch fast die Hälfte an Börsenwert gewonnen. Was war der Auslöser?

Die neuen Geschäftszahlen des Unternehmens sind nicht gut: Im dritten Quartal setzte Xpeng umgerechnet 960 Millionen US-Dollar um und erzielte einen Nettoverlust von 334 Millionen Dollar. Damit erreichte der Konzern nur das untere Ende seiner Prognosespanne.

Und das Wachstum geriet ins Stocken: Xpeng lieferte im dritten Quartal knapp 30.000 Elektrofahrzeuge aus, im zweiten Quartal waren es noch mehr als 34.000. Für die letzten drei Monate des Jahres rechnet das Management sogar nur mit 20.000 bis 21.000 verkauften Autos und einem entsprechenden Umsatzrückgang.

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Dennoch gewann die Xpeng-Aktie gestern an der Börse in New York 47 Prozent an Wert. Der Kurssprung hat allerdings nichts mit dem Unternehmen zu tun. Nachdem die chinesische Regierung angekündigt hatte, ihre Null-Covid-Politik etwas aufzuweichen, legten gestern zahlreiche chinesische Aktien deutlich zu. Die Kurse der Xpeng-Konkurrenten Nio und Li Auto stiegen beispielsweise um mehr als 21 Prozent. Die Zuwächse erfolgten jedoch auf einem niedrigen Niveau: Die Xpeng-Aktie beispielsweise hat in den letzten zwölf Monaten 80 Prozent an Wert eingebüßt.

ECOreporter bleibt bei chinesischen Elektroauto-Aktien weiterhin skeptisch. Die Branche ist von schwer vorhersagbaren politischen Entscheidungen des Regimes in Peking abhängig – entsprechend schwankungsanfällig sind die Aktien. Dazu kommen grundsätzliche Bedenken bei chinesischen Investments. Lesen Sie dazu auch unser Dossier Können chinesische Aktien nachhaltige Geldanlagen sein?

ECOreporter-Einschätzungen zu den wichtigsten E-Auto-Aktien finden Sie in den Dossiers Tesla, BYD, Lucid: 20 Elektroauto-Aktien im Crash-Test und Junge Elektroauto-Aktien: Mit Karacho vor die Wand?

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