Getlink ist der größte private Güterzugkonzern Frankreichs und managt zudem den Eurotunnel - in Brexit- und Corona-Zeiten eine schwierige Aufgabe. / Foto: Getlink

  Nachhaltige Aktien

Bahnkonzern Getlink: Wohin geht die Reise für die Aktie?

Der Eurotunnel-Betreiber Getlink hat 2021 erneut rote Zahlen geschrieben. 2022 soll es wieder aufwärts gehen, eine konkrete Prognose gibt das französische Unternehmen bislang aber nicht ab.

Getlink setzte im letzten Jahr 774 Millionen Euro um. Das sind 6 Prozent weniger als im bereits schwachen Geschäftsjahr 2020. Der Brexit und die Corona-Pandemie ließen das Fahrgast- und Frachtaufkommen zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland weiter einbrechen.

Getlinks zweites Geschäftsfeld, der Betrieb von Güterzügen in Frankreich, entwickelte sich positiv, konnte die Einbußen in der Eurotunnel-Sparte aber nicht auffangen. Der Konzernverlust verdoppelte sich 2021 auf 229 Millionen Euro.

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Getlink geht davon aus, 2022 ein besseres Ergebnis zu erzielen. Eine detaillierte Prognose will der Konzern aber erst abgeben, wenn sich die Entwicklung der Pandemie besser abschätzen lässt. Für 2021 schlägt das Management eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie vor. 2020 lag die Dividende bei 0,05 Euro, 2018 noch bei 0,36 Euro.

Die Getlink-Aktie bewegt sich seit Ende 2020 im Wesentlichen seitwärts. Im Jahresvergleich liegt sie 4 Prozent im Plus, auf fünf Jahre gesehen hat sie 63 Prozent an Wert gewonnen. Aktuell kostet sie an der Börse Frankfurt 14,14 Euro (Stand 24.2.2022, 8:17 Uhr).

Die Aktie ist weiterhin hoch bewertet. Selbst wenn Getlink wieder das solide Gewinnniveau von 2019 erreichen sollte, wäre die Aktie beim aktuellen Kurs deutlich zu teuer – das KGV läge dann bei 49. ECOreporter rät derzeit von einem Einstieg ab.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier 20 nachhaltige Eisenbahnaktien: Auf diese Züge können Sie aufspringen.

Getlink SE:

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