Solarpark von 7x7: Mit einer Anleihe der 7x7 finanzieren Anleger Solarparks in Deutschland. / Foto: Unternehmen

25.02.19 Anleihen / AIF

Bis zu 7,75 Prozent Zins mit Erneuerbarer Energie: Lohnen sich Anleihen von Wind- und Solarunternehmen?

Feste Zinsen und Nachhaltigkeit – das bieten Anleihen auf Solar- und Windpark-Projekte. Auch kleine und mittelständische Unternehmen bringen Anleihen auf saubere Kraftwerke auf den Markt. Welche sind aussichtsreich, welche riskanter?

Bis zu 7,75 Prozent Zins. So viel bieten Anleihen auf Erneuerbare-Energien-Projekte von kleinen oder mittelständischen Unternehmen. Zudem sind sie an der Börse handelbar. Trotz fester Zinsen kann die Rendite für einen Anleger höher oder aber auch niedriger ausfallen. Denn der Zins einer Anleihe bezieht sich immer auf den sogenannten Nominalwert. Der reale Kurs der Anleihe kann nach oben oder unten schwanken, und dann weicht die Rendite vom Nominalzins ab.

Am Ende der Laufzeit erhält man allerdings immer den Nominalwert zurück – wenn das Unternehmen zur Rückzahlung in der Lage ist. Trotz „fester Zinsen“ sind Anleihen also keine Sparbücher. Ein Risiko bleibt.

Anleihen auf Erneuerbare-Energien-Kraftwerke bieten generell ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Verhältnis – auch wenn die emittierenden Unternehmen klein oder Mittelständler sind. Die Einnahmen für den produzierten Strom sind meist langfristig kalkulierbar, das Interesse von großen Investoren an dem Kauf von sauberen Kraftwerken ist groß, und Projektentwickler von Wind- oder Solar-Kraftwerken verfügen meist über eine langjährige Erfahrung in ihrem Geschäft.

Wie bei Aktien müssen die Anleihen und ihre Emittenten bestimmte Voraussetzungen für den Börsenhandel erfüllen: Unter anderem brauchen sie ein Bonitätsrating, das die Unternehmen bei Ratingagenturen einkaufen müssen. Außerdem müssen die Unternehmen regelmäßig Geschäftszahlen veröffentlichen.

Der Börsenhandel einer Mittelstandsanleihe ist allerdings nicht zu vergleichen mit dem Handel einer Aktie: Diese ist bei entsprechendem Handelsvolumen in Sekunden nach der Order verkauft. Bei einer kleinen grünen Anleihe kann es durchaus einige Tage dauern, bis sich ein Käufer findet.

Photon Energy-Anleihe mit 7,75 Prozent Zins

Die Photon Energy AG ist ein Solarpark-Projektierer und -Betreiber mit Sitz in Amsterdam. Die Unternehmensanleihe 2017/22 hat das niederländische Unternehmen auf den Markt gebracht, um eine alte Anleihe zurückzuzahlen und um neue Solarpark-Projekte zu finanzieren. Photon Energy hat sich durch die Anleihe 30 Millionen Euro an Kapital gesichert.

Die Anleihe hat eine Stückelung von 1.000 Euro - womit sie auch für Privatanleger interessant ist. Der Zinskupon erscheint mit 7,75 Prozent sehr attraktiv. Ausgeschüttet werden die Zinsen vierteljährlich. Derzeit notiert die Anleihe an der Börse Tragegate über ihrem Nennwert bei 105,21 Prozent (20.2., 13:46 Uhr). Die tatsächlichen Zinsen, wenn Anleger die Anleihe derzeit über die Börse kaufen, liegen somit bei 6,28 Prozent.  

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