Mehr grüner Strom und zwei neue Solarparks: Encavis sieht sich bei seiner Wachstumsstrategie auf Kurs. / Foto: Unternehmen

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Encavis steigert Produktion grünen Stroms 2021 deutlich

Der Hamburger Wind- und Solarparkbetreiber Encavis hat die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2021 um 29 Prozent gesteigert - trotz überwiegend schlechter Witterungsbedingungen.

Zudem kommt Encavis bei seiner langfristigen Unternehmensstrategie voran und vergrößert seinen Anlagenbestand. In den Niederlanden nahm das Unternehmen zwei neue Solarparks in Betrieb.

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Die Stromproduktion stieg 2021 laut Unternehmen von rund 3,43 Terawattstunden (TWh) im Jahr zuvor auf gut 4,42 TWh und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Eher durchschnittliches Wetter in vielen Teilen Europas verhinderte Encavis zufolge eine noch deutlich höhere Energieerzeugung.

Sowohl die Anlagen der Encavis AG mit 2,75 TWh (plus 31 Prozent) als auch das Portfolio des Vermögensverwalters Encavis Asset Management (EAM) mit 1,66 TWh (plus 24 Prozent) erreichten neue Höchstwerte in der Stromproduktion, wie das Unternehmen mitteilte. Bei schwachen Windverhältnissen in der ersten Jahreshälfte und einem sonnenarmen Schlussquartal dominierten 2021 die Solaranlagen mit Wachstumsraten von 72 Prozent bei Encavis AM und 73 Prozent bei der Encavis AG.

Strategisch gut aufgestellt

Verantwortlich für den starken Produktionsanstieg waren die spanischen Solar-Großanlagen Talayuela und La Cabrera. Talayuela ging am 4. Januar 2021 ans Netz und erreichte seine volle Leistungsabgabe Mitte März 2021. Im Gesamtjahr betrug die Stromproduktion rund 490 Gigawattstunden (GWh). La Cabrera ist bereits seit 1. Oktober 2020 am Netz und speiste 2021 rund 400 GWh grünen Strom ins Netz ein.

In den Niederlanden hat Encavis jetzt die Solarparks Hijken und Schaapsdijk in Betrieb genommen. Die Gesamtleistung der beiden Parks beträgt 24 Megawattpeak (MWp).

Von den bereits im vergangenen Jahr vom norwegischen Energiekonzern Statkraft erworbenen fünf Solarparks wurden die drei Parks Beemte Broekland, IJsseldijk und Houten, die zusammen eine Erzeugungskapazität von 50 MWp haben, bereits 2021 an das Stromnetz angeschlossen. Alle fünf Parks profitieren in den ersten 15 Jahren von der niederländischen Subventionsregelung SDE+, teilte Encavis mit.

Statkraft entwickelte und baute die Solarparks und verkaufte sie an Encavis. Die Norweger werden nun Betriebs- und Wartungsdienstleistungen sowie langfristige Asset-Management-Dienstleistungen für Encavis erbringen.

Encavis kommt damit bei seiner Wachstumsstrategie "Fast Forward 2025" weiter voran. Das Unternehmen will unter anderem seine Erzeugungskapazitäten bis 2025 auf 3,4 Gigawatt ausbauen. Aktuell steht Encavis bei 3,2 Gigawatt.

Kursrücksetzer als Chance

Die Encavis-Aktie kostet im Xetra-Handel derzeit 13,98 Euro, zum Vortag ist sie damit 0,8 Prozent im Plus (Stand: 1.2.2022, 9:06 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 10,9 Prozent an Wert eingebüßt, im Jahresvergleich ist sie 38,2 Prozent im Minus.

Encavis steht aktuell wie viele Aktien aus der Erneuerbare-Energien-Branche in einem ungünstigen Marktumfeld unter Druck, außerdem befindet sich das Unternehmen seit längerem im Visier sogenannter Shortseller, Profi-Spekulanten, die auf sinkende Kurse wetten – mehr dazu erfahren sie hier

Die langfristigen Aussichten von Encavis sind nach Ansicht von ECOreporter aber intakt, auf fünf Jahre gesehen ist die Aktie um 128,5 Prozent gestiegen. Das aktuell moderate Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27 können Anlegerinnen und Anleger mit entsprechend langem Investitionshorizont sogar zum Einstieg nutzen.

Encavis ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein aktuelles Unternehmensporträt finden Sie hier.

Einen Überblick über die Solarbranche erhalten Sie im aktuellen ECOreporter-Dossier Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Encavis AG: 

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