Encavis baut seinen Bestand an Solarparks aus. / Symbolbild: Encavis

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Encavis kauft zwei Solarparks in Dänemark

Der Hamburger Grünstromproduzent Encavis hat einen Tag nach Verkündung seines Abschieds aus Österreich sein Engagement in Dänemark ausgebaut. Der Wind- und Solarparkbetreiber unterzeichnete den Kaufvertrag für zwei Solarparks in Dänemark mit einer Erzeugungskapazität von insgesamt 105 Megawattpeak (MWp).

Der subventionsfreie und bereits ans Netz angeschlossene Solarpark Svinningegården im nordwestlichen Teil von Seeland besitzt eine Erzeugungskapazität von 34 MWp. Der Solarpark Rødby Fjord auf Lolland, im südwestlichsten Teil von Seeland, hat eine Kapazität von 71 MWp und soll im ersten Quartal 2022 ans Netz angeschlossen werden.

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Entwickelt, gebaut und verkauft wurden beide Windparks durch den dänischen Projektentwickler European Energy. Die produzierte Elektrizität werde per langfristiger Stromabnahmeverträge (PPAs) über zehn Jahre direkt an "respektable Tech-Unternehmen" verkauft, wie Encavis erklärte. Zusätzlich profitiere der Park Rødby Fjord noch von einem auf 20 Jahre fixierten Einspeisetarif (FiT) des dänischen Ministeriums für Energie, Versorgung und Klima.

"Die beiden Parks diversifizieren unser PV-Portfolio in Skandinavien, erhöhen per Blitzstart unsere Solar-Erzeugungskapazitäten in Dänemark aus dem Stand heraus auf mehr als 100 MWp und steigern unsere eigenen Erzeugungskapazitäten innerhalb der Encavis AG auf mehr als 1,9 Gigawatt", erklärte Encavis Chef Dierk Paskert. Langfristig peilt Encavis eine eigene Erzeugungskapazität von mehr als 3,4 Gigawatt an.

Langfristig auf Kurs 

Am gestrigen Montag hatte Encavis erklärt, seine drei Windparks in Österreich zu verkaufen und sich komplett aus dem Land zurückzuziehen. Laut dem Unternehmen bietet der österreichische Markt keine ausreichenden Wachstumschancen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Encavis-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,1 Prozent im Minus und kostet 15,72 Euro (Stand: 28.12.2021, 10:22 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 2,9 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 21,5 Prozent im Minus. 

Der Vergleich erfolgt hier allerdings mit einem Kurs auf sehr hohem Niveau, Ende 2020 und Anfang 2021 erreichte der Kurs eine Reihe historischer Höchststände. Auf fünf Jahre etwa hat die Aktie beim aktuellen Stand immer noch 152 Prozent zugelegt.

Wirtschaftlich sieht ECOreporter Encavis für die Zukunft solide aufgestellt, die Zahlen für die ersten drei Quartale 2021 waren gut. Bei einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2021 von 34 sollten potenzielle Neueinsteigerinnen und -einsteiger aber auf sinkende Kurse warten. Noch immer ist die Aktie im Visier von sogenannten Shortsellern oder Leerverkäufern; Profi-Spekulanten, die auf sinkende Kurse wetten. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Encavis ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein aktuelles Unternehmensporträt finden Sie hier.

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Encavis AG:  

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