Energiekontor zeigt sich zufrieden mit der diesjährigen Geschäftsentwicklung. / Foto: Energiekontor

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Energiekontor baut Anlagenbestand aus, bestätigt Prognose

Der Bremer Grünstromkonzern Energiekontor sieht sich weiterhin auf einem guten Weg, seine Jahresziele zu erreichen. Probleme gibt es derzeit mit defekten Windrädern. Lohnt sich momentan ein Einstieg in die ECOreporter-Favoriten-Aktie?

Energiekontor veröffentlicht zum dritten Quartal eines Geschäftsjahres traditionell keine Umsatz- und Gewinnzahlen, gibt aber einen allgemeinen Überblick über die Geschäftsentwicklung und die Zukunftserwartungen.

In den ersten neun Monaten 2023 hat der Konzern vier Erneuerbare-Energie-Projekte mit einer Gesamtkapazität von ungefähr 116 Megawatt (MW) verkauft. Damit lag das Unternehmen bereits Ende September über dem Jahresgesamtwert 2022.

Die Kapazität der Wind- und Solarparks, die Energiekontor selbst betreibt, erhöhte sich im dritten Quartal durch die Wiederinbetriebnahme des mit neuen Anlagen ausgestatteten Windparks Wegberg von 384 auf 392 MW. Der Windpark Jacobsdorf, bei dem derzeit ebenfalls Repowering-Maßnahmen durchgeführt werden, soll Ende 2023 oder Anfang 2024 wieder ans Netz gehen.

Warum sind die Rotorblätter abgebrochen?

Beim Windpark Alfstedt, der momentan wegen abgebrochener Windradflügel stillsteht, befindet sich Energiekontor eigenen Angaben zufolge weiterhin „im engen Austausch“ mit dem US-amerikanischen Hersteller GE. Voraussetzung für die Wiederinbetriebnahme des Parks sei „unter anderem die Untersuchung der Schadensursachen und die gutachterliche Feststellung, dass den übrigen Anlagen baugleicher Art kein vergleichbarer Schaden droht“, heißt es im aktuellen Quartalsbericht.

Energiekontor will bis Jahresende noch weitere Windparks ans Netz anschließen, mehrere Projekte verkaufen und die Finanzierung für einige Solarvorhaben abschließen. „Unerwartete Ereignisse wie in Alfstedt, das aktuelle Branchenumfeld und die anhaltenden Marktunsicherheiten machen uns die Arbeit nicht immer leicht“, sagt Konzernchef Peter Szabo. „Damit müssen wir verantwortungsvoll umgehen und geeignete Lösungen finden. Die Basis für unser nachhaltiges Wachstum bleibt jedoch der Ausbau unserer werthaltigen Projektpipeline.“

Jahresziel: 10 bis 20 Prozent mehr Gewinn

Für das Gesamtjahr 2023 geht Energiekontor weiterhin von einem Anstieg des Vorsteuergewinns (EBT) um 10 bis 20 Prozent zum Vorjahr aus. 2022 lag das EBT bei 62,9 Millionen Euro. Bis 2028 soll sich das EBT verdoppeln.

Die Energiekontor-Aktie hat gestern nach Veröffentlichung des Quartalsberichts 1,1 Prozent an Wert gewonnen. An der Börse Xetra kostete sie bei Handelsschluss 64,70 Euro. An den Tagen zuvor hatte der Kurs wegen einer pessimistischen Analysteneinschätzung spürbar nachgegeben. Langfristig steht die Aktie nach wie vor sehr gut da, auf fünf Jahre gesehen hat sie mehr als 370 Prozent zugelegt.

Eine aktuelle Einschätzung der Aktie lesen Sie hier.

Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier

Die Energiekontor-Unternehmensanleihe 2023 hat ECOreporter hier analysiert.

Einen Überblick über die Windkraftbranche erhalten Sie mit dem ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo bietet sich ein Kauf an?.

Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350

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