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Fondstest: Ökoworld Global Transition – auf dem Weg in eine grünere Welt?
Mit dem Ökoworld Global Transition hat der kerngrüne Anbieter Ökoworld seinen ersten Transformationsfonds gestartet. Ist das Nachhaltigkeitskonzept genauso anspruchsvoll wie bei den anderen Ökoworld-Produkten? Lesen Sie den ECOreporter-Fondstest.
Einen überzeugenden Transformationsfonds auszuarbeiten, ist eine der Königsdisziplinen der nachhaltigen Geldanlage. Denn diese Fonds wollen gezielt in Unternehmen investieren, die aus wenig nachhaltigen, weil etwa energieintensiven Branchen kommen, aber ihre Nachhaltigkeit stetig verbessern. Die Schwierigkeit bei der Auswahl dieser Unternehmen: Wie unterscheidet man Firmen, die es wirklich ernst meinen und ambitionierte Nachhaltigkeitsziele verfolgen, von Unternehmen, die Greenwashing betreiben und wenig bis gar nichts dazu beitragen, dass die Wirtschaft nachhaltiger wird?
Ökoworld macht Transformation messbar
Um diese Frage beantworten zu können, hat Ökoworld für den Ökoworld Global Transition einen ökologischen Transition Score entwickelt, der zahlreiche wichtige Transformationsaspekte misst und beurteilt – beispielsweise die Klimaziele, Klimawirkung und Energieeffizienz der Unternehmen, den Anteil der nachhaltigen Produkte am Gesamtumsatz, grüne Investitionen und Verbesserungen in der Lieferkette. Hinzu kommen etwa firmeninterne Richtlinien zu Biodiversität und Wassermanagement sowie der Umgang mit sozialen Themen wie Menschenrechten und Diversität.
Der Fonds darf nur in Aktien von Unternehmen anlegen, die einen guten Transition Score erreichen. Außerdem werden einige im Kern nicht nachhaltige Branchen grundsätzlich ausgeschlossen (eine Liste der Ausschlusskriterien finden Sie weiter unten). ECOreporter schätzt das Auswahlverfahren als schlüssig und streng ein.
Bislang investiert der Ökoworld Global Transition noch in viele Unternehmen, die bereits sehr nachhaltig sind, beispielsweise Solar- und Wasserfirmen. Das liegt auch daran, dass der Fonds aus dem Wasserfonds Ökoworld Water for Life hervorgegangen ist und das Transformationskonzept erst seit Mitte April 2026 verfolgt. In der Aktienliste finden sich aber auch schon diverse Konzerne aus herkömmlichen Branchen. ECOreporter hat den kompletten Aktienbestand überprüft: Keines der 78 Unternehmen im Fonds verstößt zum Testzeitpunkt gegen die Anlagerichtlinien.
Besonders wichtig: Ökoworld überprüft regelmäßig, ob die Unternehmen bei ihren Nachhaltigkeitsbemühungen wie geplant vorankommen. Sind die Zielabweichungen zu groß, tritt das Fondshaus mit den Firmen in Kontakt. Bleiben die Nachhaltigkeitsbemühungen halbherzig, werden die Aktien wieder verkauft.
Ein ECOreporter-Siegelfonds

Im ECOfondstest erhält der Ökoworld Global Transition die Nachhaltigkeitsnote 1,5. Damit gehört er zu den grünsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel.
Den vollständigen Fondstest finden Sie weiter unten. Sie können sich den Test rechts oben auch als kostenfreies PDF herunterladen.
ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Rentenfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.
Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
ECOfondstest
06/2026
Einzeltest
Aktienfonds
Ökoworld Global Transition
Finanzen: Der Fonds ist im April 2026 gestartet. Seitdem hat er 10,5 % an Wert gewonnen (16.4.2026 – 22.6.2026). Der globale Leitindex MSCI World kam im gleichen Zeitraum auf ein Plus von 8,2 %. Der Fonds hat etwas höhere Jahresgesamtkosten von 1,76 %. Zudem wird bei Überschreiten des Höchstkurses (High-Watermark) und der Mindestperformance von 8 % eine Performance-Gebühr von maximal 10 % der jährlichen Wertsteigerung erhoben.
Risiko: Totalverlust unwahrscheinlich. Teilverluste möglich.


Nachhaltigkeit: Der Fonds will ausschließlich in Unternehmen investieren, die zu einer nachhaltigen ökologischen Transformation der Wirtschaft beitragen. In der Aktienliste finden sich Erneuerbare-Energie-Unternehmen (Nordex, Scatec, Vestas, Cadeler, Grenergy), Wasserfirmen (Kurita Water, Manila Water, Aguas Andinas, Clean Harbors) und Halbleiterkonzerne (TSMC, Nvidia, Advantest). Zudem Microsoft, eBay, Vodafone, der Pharmariese AstraZeneca und die Großbanken HSBC und BNP Paribas. Der Fonds enthält neben Aktien aus Industrienationen auch Papiere aus Schwellenländern wie Brasilien, China, Taiwan und den Philippinen. Tabu sind u.a. Unternehmen, die Geld verdienen mit Rüstung, Atomkraft, Alkohol, Tabak und vermeidbaren Tierversuchen. Für fossile Energien gelten strenge Umsatzgrenzen. Nach ECOreporter-Recherchen verstößt keines der zum Testzeitpunkt 78 Unternehmen im Fonds gegen dessen Auswahlkriterien. Ökoworld verlässt sich nicht auf externe ESG-Ratings, sondern führt das Nachhaltigkeits-Research selbst durch und bewertet mögliche Investments mit einem selbst entwickelten Transition Score, bei dem der Schwerpunkt auf Klimaaspekten liegt. Der Fonds hat einen wissenschaftlichen Fachbeirat, der Ökoworld zu Klima- und Transformationsthemen berät. Der Beirat besteht aus drei Umweltwissenschaftlern von der RWTH Aachen, dem Fraunhofer-Institut in Karlsruhe und dem Max-Planck-Institut in Mainz.
Transparenz: Ökoworld veröffentlicht einmal im Monat die vollständige aktuelle Aktienliste und berichtet regelmäßig über die Nachhaltigkeit ausgewählter investierter Unternehmen. Der Fondsanbieter informiert zudem ausführlich über Nachhaltigkeitskonzept und Auswahlverfahren des Fonds.
Nachhaltige Wirkung: Der Fonds beteiligt sich an Neuemissionen von Aktien. Hierbei fließt Geld vom Aktionär direkt ins Unternehmen. Zudem kontaktiert Ökoworld Unternehmen, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Die Fondsgesellschaft nimmt auch ihre Stimmrechte auf Hauptversammlungen wahr und informiert über ihr Stimmverhalten.
Fazit: Weltweit gestreute Investments in Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeit stetig verbessern.
Nachhaltigkeitsnote:
1
2
3
4
5
6
Aktien-Auswahlprinzip:
1,3
Nachhaltigkeits-Management:
1,7
Transparenz:
1,7
Nachhaltige Wirkung:
1,3
Finanznote: Den Fonds gibt es seit April 2026. ECOreporter vergibt erst eine Finanznote, wenn ein Fonds mindestens 3 Jahre am Markt ist.
1
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4
5
6
Wertentwicklung:
-
Sicherheit/Risiko:
-
Kosten:
3,0

Stärken
- Strenge Nachhaltigkeitskriterien
- Vorbildliche Transparenz
- Hohe nachhaltige Wirkung
Schwächen
- Keine
Empfohlene Anlagedauer: Ab 7, besser 10 Jahre.
Fondsname:
Ökoworld Global Transition
Start:
2026
Fondsgesellschaft:
Ökoworld Lux. S.A.
ISIN:
LU1727504786
Internet:
Volumen 22. Juni 2026:
56,6 Millionen Euro
Jahresgesamtkosten (TER):
1,76%
Weitere Ausschlusskriterien ohne Umsatzschwelle
- Uranabbau
- Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern als Kerntätigkeit
- Verursachung massiver Umweltschäden
- Raubbau an natürlichen Ressourcen
- Systematische Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften
