Die Pacifico Renewables Yield AG hat ihren Anlagenbestand seit Jahresbeginn um 29 Prozent ausgebaut. / Foto: Unternehmen

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Grünstromerzeuger Pacifico Renewables macht mehr Umsatz und baut Anlagenbestand aus

Der Wind- und Solarstromerzeuger Pacifico Renewables Yield (PRY) hat seinen Anlagenbestand im ersten Halbjahr 2021 ausgebaut. Umsatz und operatives Ergebnis lagen über dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss sank allerdings.

Der Anlagenbestand von PRY wuchs demnach seit Jahresbeginn um 29 Prozent, wie das Unternehmen am heutigen Dienstag mitteilte. Durch den Erwerb eines 15,6-Megawatt-(MW)-Windparks und eines 7,6-MW-Solarparks sei besonders die Präsenz im Heimatmarkt Deutschland weiter ausgebaut worden. Durch den Abschluss von zwei neuen Partnerschaften im ersten Halbjahr 2021 habe man sich zudem den Zugang zu Entwicklungsprojekten mit einer Gesamtkapazität von über 1.600 MW gesichert.

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Im ersten Halbjahr 2021 produzierten die Solar- und Windparks der Gesellschaft 50,7 Gigawattstunden "grünen" Strom und erwirtschafteten Umsatzerlöse in Höhe von 9,2 Millionen Euro. Mit einem bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 6,9 Millionen Euro (Marge: 75 Prozent) und einem bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,1 Millionen Euro (Marge: 34 Prozent) liegt das operative Ergebnis bei stabilen Margen über dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2020.

Gesunken ist hingegen der Jahresüberschuss. Von 301.767 Euro im Halbjahr 2020 ging der Gewinn auf 190.714 Euro in den ersten sechs Monaten 2021 zurück. Martin Siddiqui, gemeinsam mit Christoph Strasser Co-Chef von PRY, betonte das positive Konzernergebnis zeige dennoch, "dass unser Bestandsportfolio ohne außerordentliche, einmalige Aufwendungen bereits in diesem frühen Stadium profitabel ist."

Kleiner Wettbewerber mit viel Konkurrenz

Im Zwischenbericht bestätigt die Gesellschaft die im Juli angehobene Umsatzprognose von 18,6 bis 20 Millionen Euro. Aufgrund der im historischen Vergleich unterplanmäßigen meteorologischen Bedingungen seit Jahresbeginn sei allerdings eine Stromproduktion leicht unterhalb der Prognose von 116 Gigawattstunden bis 128 Gigawattstunden nicht auszuschließen, sollte es nicht zu weiteren Zukäufen oder einer überplanmäßigen Produktion kommen.

Die Pacifico Renewables Yield-Aktie notiert an der Börse Düsseldorf aktuell bei 34,20 Euro unverändert zum Vortag (Stand: 7.9.2021, 8:30 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 3,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 15,6 Prozent an Wert gewonnen. Seit Börsenstart im November 2019 ist der Kurs um 89,2 Prozent gestiegen.

Das Unternehmen versteht sich selbst als erstes deutsche Yieldco – so nennt man in englischsprachigen Ländern börsennotierte Stromproduzenten mit hohen Dividendenausschüttungen. Weitere Yieldcos hat ECOreporter hier vorgestellt. Allerdings ist unklar, wann PRY erstmals tatsächlich eine Dividende zahlen kann. Das Unternehmen ist zudem ein junger und weiterhin eher kleiner Teilnehmer in einem Markt mit viel Konkurrenz. Beim Wettbewerb um attraktive Anlagen sind andere, etabliertere Unternehmen wie etwa Encavis im Vorteil. Die PRY-Aktie ist daher nach Einschätzung von ECOreporter ein riskantes Investment. 

Lesen Sie hier das ECOreporter-Interview mit den PRY-Vorständen Martin Siddiqui und Christoph Strasser.

Pacifico Renewables Yield AG: ISIN: DE000A2YN371 / WKN: A2YN37

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