Höher, schneller, weiter - an den Finanzmärkten ließ sich 2020 viel Geld verdienen, auch mit grünen Investments. Aber bleibt das so? / Foto: Pixabay

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Haben Privatanleger viel zu hohe Renditeerwartungen?

In den letzten Jahren sind Aktien stark im Wert gestiegen. Das scheint bei vielen Anlegerinnen und Anlegern Erwartungen geschürt zu haben, die sich möglicherweise nicht erfüllen werden.

14,5 Prozent – so viel jährliche Rendite erhoffen sich private Investoren in den nächsten Jahren, und zwar real, also inflationsbereinigt. Herausgefunden hat dies der Vermögensverwalter Natixis Investment Managers bei einer weltweiten Umfrage unter mehr als 8.500 privaten Anlegerinnen und Anlegern mit einem investierbaren Vermögen von jeweils mehr als 100.000 US-Dollar. Die durchschnittliche langfristige Realrenditeerwartung institutioneller Investoren liegt laut Natixis nur bei 5,3 Prozent pro Jahr – ein immer noch ansehnlicher inflationsbereinigter Wert.

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2020 lag die durchschnittliche Anlagerendite Natixis zufolge bei 11,2 Prozent. Allerdings legten vor allem Aktienkurse deutlich mehr zu als im langjährigen Mittel, und zudem schwankten die Kurse viel stärker. Dies scheinen viele Anlegerinnen und Anleger allerdings auszublenden.

„Viele haben im vergangenen Jahr unter schwierigen Bedingungen gute Renditen erzielen können und erwarten in dem sich in diesem Jahr verbesserten Umfeld noch höhere Ergebnisse", sagt Sebastian Römer, Natixis-Leiter für Mittel- und Osteuropa. Eine solche Entwicklung sei aber „nicht wahrscheinlich“. Anlegerinnen und Anleger sollten „die Bodenhaftung nicht verlieren und sorgfältig abwägen, welche Ergebnisse sie vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Risikotoleranz realistischerweise erreichen können. Ansonsten ist eine gewisse Enttäuschung am Ende programmiert."

ECOreporter hat hier Tipps zum nachhaltigen Investieren in turbulenten Zeiten zusammengestellt.

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