Oatly hat nach wie vor ein Margenproblem. Trotzdem stieg der Börsenkurs in den letzten drei Monaten um mehr als 70 Prozent. / Foto: Oatly

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Hafermilch-Aktie: Oatly macht weiterhin keinen Gewinn

Der schwedische Hafermilchhersteller Oatly hat auch im letzten Quartal nicht den Sprung aus der Verlustzone geschafft. Das Minus vergrößerte sich sogar, und das Unternehmen senkt seine Jahresprognose. Geht der jüngste Aufwärtstrend der Aktie trotzdem weiter?

In den Monaten April bis Juni setzte Oatly 208,4 Millionen US-Dollar um. Das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr, die Zuwächse resultieren allerdings vor allem aus vorteilhaften Wechselkursen, da der Dollar derzeit schwächelt. Während Oatlys Verkäufe in Europa zulegten, gingen sie in Nordamerika und China zurück. Das Management prüft nun Umstrukturierungen, um in China wieder zu wachsen.

Der Nettoverlust lag im letzten Quartal bei 56 Millionen Dollar und war damit fast doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Vor allem die Finanzierungskosten sind deutlich gestiegen.

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Wegen der schwachen Nachfrage außerhalb Europas geht Oatly jetzt für das Gesamtjahr währungsbereinigt nur noch von zum Vorjahr stabilen Umsätzen oder im besten Fall einem Plus von 1 Prozent aus. Bislang lag die Prognose bei einem Zuwachs von 2 bis 4 Prozent.

Investieren will das Unternehmen 2025 mittlerweile nur noch etwa 20 Millionen Dollar. Vorgesehen waren ursprünglich 30 bis 35 Millionen Dollar. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll weiterhin zwischen 5 und 15 Millionen Dollar liegen – netto dürfte das auf einen weiteren Jahresverlust hinauslaufen.

Hohe Schulden, niedriger Aktienkurs

Die finanzielle Lage des Konzerns bleibt angespannt. Ende Juni waren die Verbindlichkeiten mit 706 Millionen Dollar fast so hoch wie die Vermögenswerte (803 Millionen Dollar). Zu den Verbindlichkeiten gehören auch Wandelanleihen mit einem Volumen von fast 330 Millionen Dollar. Mitte Februar legte Oatly je 20 alte Aktien zu einer neuen zusammen, um seine Handelszulassung an der US-Heimatbörse Nasdaq nicht zu gefährden (ECOreporter berichtete hier).

Nach Bekanntgabe der neuen Zahlen verlor die Oatly-Aktie gestern knapp 2 Prozent an Wert, nachmittags notierte sie im Tradegate-Handel bei 12,70 Euro (Stand 23.7.2025, 15:46 Uhr). Die Aktie hat seit 2021 fast durchgehend an Wert eingebüßt. Im Jahresvergleich verlor sie 37 Prozent, auf drei Jahre gesehen beträgt das Minus 82 Prozent. Zuletzt ging es auf niedrigem Niveau deutlich aufwärts, auf drei Monate betrachtet ist der Kurs 71 Prozent im Plus.

ECOreporter rät bereits seit Börsenstart von einem Einstieg in die Oatly-Aktie ab und tut dies auch weiterhin. Das Unternehmen besitzt keinen signifikanten technologischen Vorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern. Und die Konkurrenz ist groß, gerade durch deutlich günstigere Milchersatzprodukte, die Supermarktketten und Drogeriemärkte mit ihren Eigenmarken anbieten.

Oatly Group AB ADR:

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