Fonds / ETF, ECOfondstest

Im Test: Ökoworld Growing Markets 2.0

Mexikanische Mikrofinanzanbieter, südkoreanische Windenergiefirmen, indische Klinikbetreiber – der Ökoworld Growing Markets 2.0 investiert vor allem in grüne Unternehmen aus Schwellenländern. Eine gute Geldanlage-Idee? ECOreporter hat den Aktienfonds ausführlich getestet.


Den vollständigen Fondstest finden Sie weiter unten als PDF.

Den Ökoworld Growing Markets gibt es seit 2012, gestartet hat ihn die grüne Fonds- und Versicherungsgesellschaft Ökoworld aus Hilden bei Düsseldorf. Der Fonds will ausschließlich in Aktien von Unternehmen anlegen, die positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. Der Schwerpunkt liegt auf Branchen wie saubere Energien, Bildung und Gesundheit. Die Unternehmen müssen ein starkes Schwellenländergeschäft haben, aber nicht unbedingt selbst aus Schwellenländern kommen. Daher finden sich im Fonds auch Aktien aus den USA, Japan oder Dänemark.

Das größte Schwellenland China ist im Fonds untergewichtet. Es liegt bei den Investments lediglich auf Rang fünf hinter Indien, Taiwan, Japan und Brasilien. Nach Recherchen von ECOreporter enthält der Fonds keine Papiere chinesischer Unternehmen, die von Zwangsarbeit profitieren.

Anspruchsvolles Auswahlverfahren

Die Auswahlkriterien sind wie bei allen Ökoworld-Fonds streng: Zahlreiche kontroverse Branchen wie Kohle, Öl, Atomenergie, Chlorchemie und Rüstung sind komplett tabu, auch Zulieferer werden ausgeschlossen (eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie unten). ECOreporter hat den kompletten Fondsbestand überprüft: Keines der zum Testzeitpunkt 112 Unternehmen verstößt gegen die Anlagerichtlinien.

Plus 71 Prozent seit März 2019

Finanziell hat sich der Ökoworld Growing Markets gut entwickelt. Auf fünf Jahre gesehen liegt er 71 Prozent im Plus. Der weltweite Aktienindex MSCI World, den die meisten Fonds auf lange Sicht nicht schlagen, hat im gleichen Zeitraum nur 9 Prozent mehr geschafft. Erstaunlich: Der Ökoworld-Fonds erreichte die beachtlichen Zuwächse trotz seiner hohen Jahreskosten (in den Wertzuwächsen von Fonds sind ihre Kosten bereits berücksichtigt, also abgezogen).

Ein ECOreporter-Siegelfonds

Zwei Schwachpunkte des Fonds waren in der Vergangenheit, dass Ökoworld seine Stimmrechte auf Hauptversammlungen investierter Unternehmen nicht wahrnahm und die vollständige Aktienliste nur in den Jahres- und Halbjahresberichten veröffentlichte. Hier hat Ökoworld mittlerweile nachgebessert.

Im neuen ECOfondstest erhält der Ökoworld Growing Markets 2.0 die Nachhaltigkeitsnote 1,8. Damit gehört er zu den grünsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel 2024.

Den vollständigen Fondstest können Sie unten als kostenfreies PDF herunterladen.

ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Rentenfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.

Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.

Das schließt der Fonds aus:

Ausschlusskriterien ohne Umsatzschwelle

  • Waffen/Rüstung
  • Gesundheitsschädliche Produkte, z.B. Tabak
  • Fossile Energien
  • Gentechnik in offenen Systemen
  • Atomkraft
  • Chlorchemie
  • Raubbau an natürlichen Ressourcen
  • Systematische Menschenrechtsverletzungen
  • Systematische Diskriminierung
  • Systematische Arbeitsrechtsverletzungen (u.a. Kinder- und Zwangsarbeit)
  • Bestechung und Korruption
  • Embryonale Stammzellenforschung
  • Vermeidbare Tierversuche

(Die Ausschlusskriterien gelten auch für Zulieferer)

Stand: 3/2024

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