Fonds / ETF, ECOfondstest

Im Test: Kinder Perspektivenfonds

Der Kinder Perspektivenfonds investiert nach den strengen Kriterien von GLS Bank und den SOS-Kinderdörfern, legt also viel Wert auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Kann der Mischfonds auch in anderen Bereichen überzeugen? ECOreporter hat ihn eingehend geprüft.


Den vollständigen Fondstest finden Sie unten im Premium-Bereich.

Die Wertpapierliste des Kinder Perspektivenfonds ist kerngrün. Hier finden sich Bio-Lebensmittelfirmen, nachhaltige Gesundheitskonzerne, digitale Lernplattformen. Und auch Aktien von Unternehmen, die nur selten in Fonds auftauchen: Anbieter von Second-Hand-Kleidung, Mobilfunkfirmen aus Afrika, sogar ein Betreiber von Baumwipfelpfaden aus dem Bayerischen Wald ist dabei.

Der Kinder Perspektivenfonds darf nur Aktien und Anleihen kaufen, die der Anlageausschuss der GLS Investments, einer Tochter der Bochumer GLS Bank, als nachhaltig einstuft. In dem Ausschuss sitzen unter anderem Expertinnen und Experten des Bonner Südwind-Instituts und des BUND.

Großer Einsatz für kleine Menschen

Ein besonderer Schwerpunkt des Fonds liegt auf Firmen, die Kinderrechte stärken und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen erhalten wollen. Dafür gelten zusätzliche Anlagekriterien, die der Münchner Verein „SOS-Kinderdörfer weltweit“ festgelegt hat und regelmäßig weiterentwickelt. Der Verein leitet auch das Engagement Council des Fonds, ein Gremium, das auf Unternehmen zugeht, wenn es Probleme mit der Einhaltung von Kinderrechten gibt, und sich allgemein am Kapitalmarkt für die Belange von Kindern einsetzt.

Der Kinder Perspektivenfonds hat umfangreiche Ausschlusskriterien, beispielsweise für Geschäfte mit Rüstung, fossilen Energien und Massentierhaltung. Investments in umstrittene Branchen sind grundsätzlich ausgeschlossen und nur in begründeten Einzelfällen möglich, etwa bei sogenannten Dual-Use-Gütern, also Produkten, die sowohl zu zivilen als auch zu militärischen Zwecken eingesetzt werden können. Das letzte Wort hat hierbei der Anlagebeirat des Fonds. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie unten im Premium-Bereich.

Aktien machen knapp zwei Drittel des Fondsvermögens aus, Anleihen 30 Prozent. ECOreporter hat alle zum Testzeitpunkt 69 Wertpapiere überprüft: Nach Einschätzung der Redaktion verstößt keines gegen die Auswahlkriterien des Fonds.

Den Kinder Perspektivenfonds gibt es erst seit September 2022. ECOreporter vergibt daher noch keine Finanznote.

Wie die Redaktion Transparenz und nachhaltige Wirkung des Fonds einschätzt und ihn insgesamt bewertet, erfahren Sie im vollständigen ECOfondstest im Premium-Bereich. Der Test ist als übersichtliches PDF gestaltet, liefert die wichtigsten Analyse-Ergebnisse sowie Noten für alle getesteten Bereiche.

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Das schließt der Fonds aus:

Ausschlusskriterien ohne Umsatzschwelle

  • Atomenergie
  • Kohle
  • Erdöl
  • Erdgas
  • Waffen
  • Konfliktmineralien
  • Biozide & Pestizide
  • Gentechnik in der Landwirtschaft
  • Chlorchemie
  • Massentierhaltung
  • Tabak
  • Menschenrechtsverletzungen
  • Arbeitsrechtsverletzungen
  • Nicht gesetzlich vorgeschriebene Tierversuche
  • Kontroverses Umweltverhalten
  • Kontroverse Wirtschaftspraktiken (u.a. Bilanzfälschung, Korruption)

Ausschlusskriterien mit Umsatzschwelle

  • Rüstungsgüter (5 %)
  • Pornografie (5 %)
  • Glücksspiel (5 %)
  • Alkohol (5 %)

Geringe Umsätze (unter 5 Prozent) sind auch in einigen anderen kontroversen Geschäftsfeldern in Einzelfällen bei Transformationsunternehmen erlaubt. Das sind Firmen aus umstrittenen Branchen, die sich deutlich nachhaltiger ausrichten, beispielsweise indem sie ihre Kohlekraftwerke zu Biomassekraftwerken umrüsten. Der Anlagebeirat des Fonds muss solchen Investments zustimmen.

Stand 1/2024

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