Intel wünscht sich vom künftigen US-Präsidenten Investitionen in die US-Halbleiterherstellung. / Foto: Intel

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Intel: Künftiger US-Präsident Biden soll in Chip-Branche investieren

Intel-CEO Bob Swan hat einen Brief an den künftigen US-Präsidenten Joe Biden veröffentlicht. Darin regt der Chef des weltgrößten Chipherstellers zu verstärkten Investitionen in die US-Halbleiterbranche an.

"Ihre geplante Investition in in Amerika hergestellte Güter ist entscheidend für die Innovations- und Technologieführerschaft der USA. Nach Angaben des Verbands der Halbleiterindustrie (Semiconductor Industry Association) entfallen nur 12 Prozent der weltweiten Produktionskapazität für Halbleiter auf die USA, während mehr als 80 Prozent in Asien stattfinden“, so Swan.

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Steigende Kosten und ausländische Regierungssubventionen für nationale Champions seien ein erheblicher Nachteil für US-Halbleiterunternehmen, die im Inland gleichzeitig erhebliche Kapitalinvestitionen tätigen würden.

Eine nationale Fertigungsstrategie, einschließlich Investitionen der US-Regierung in die heimische Halbleiterindustrie, sei entscheidend, um sicherzustellen, dass amerikanische Unternehmen unter gleichen Wettbewerbsbedingungen konkurrieren und "die nächste Generation innovativer Technologie anführen". 

Swan ist nicht der Erste, der entsprechende Anregungen formuliert. Im September veröffentlichte die Lobbygruppe Semiconductor Industry Association einen Bericht, demzufolge die US-Regierung in den nächsten zehn Jahren 50 Milliarden US-Dollar in den Bau von 19 neuen Chip-Fazilitäten investieren sollte.

Swan sagt auch, es sei "entscheidend, die Investitionen in Breitbandkonnektivität auszuweiten, insbesondere um die Auswirkungen der Corona-Krise auf unterversorgte und farbige Gemeinden zu verringern".

Die Intel-Aktie liegt im Tradegate-Handel aktuell bei 39,01 Euro und mit einem Plus von 0,3 Prozent kaum verändert zum Vortag (Stand: 24.11.2020, 9:36 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 4,3 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 25,6 Prozent verloren.

Obwohl der Konzern in der Corona-Krise eigentlich gute Geschäfte macht, haben Verzögerungen bei einer neuen Prozessor-Generation die Aktie im Juli einbrechen lassen. Im Oktober sorgten enttäuschende Zahlen für einen weiteren Kurseinbruch. Zwar ist die Intel-Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9 derzeit sehr günstig. Auch erwirtschaftet der Branchenprimus zuverlässig hohe Gewinne. Allerdings sollten Anlegerinnen und Anleger bei einem Neueinstieg auf jeden Fall einen langen Atem mitbringen und mit weiteren zwischenzeitlichen Rücksetzern rechnen.

Intel ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Lesen Sie hier unser ausführliches Unternehmensporträt.

Intel Corp.:   ISIN US4581401001 / WKN 855681

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