Ticketdrucker von init. Das Unternehmen bietet unter anderem digitale Planungs- und Verkaufssysteme für den öffentlichen Personennahverkehr an. / Foto: init

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IT-Aktie: init verfehlt Prognosen, Aktie legt dennoch zu

Der Karlsruher Bahn-IT-Anbieter init innovation in traffic systems hat 2021 die eigenen Ziele nicht ganz erreicht. Ein positives Zeichen: Der Auftragseingang stieg auf ein neues Rekordniveau.

init ist auf IT-Systeme für den öffentlichen Nahverkehr spezialisiert. Im letzten Jahr erhielt das Unternehmen neue Aufträge im Wert von 180 Millionen Euro – nach 155 Millionen Euro im Vorjahr ein neuer Bestwert.

Das Tagesgeschäft lief 2021 nicht ganz so gut wie erwartet. Die Umsatzerlöse lagen nach vorläufigen Zahlen mit 177 Millionen Euro ungefähr 3 Millionen Euro unter dem Zielwert, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb mit „deutlich über 17 Millionen Euro“ unter der Prognosespanne von 18 bis 20 Millionen Euro. Den vollständigen Geschäftsbericht für 2021 sowie die Prognose für 2022 will der Konzernvorstand am 24. März veröffentlichen.

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init führt die schwächer als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen vor allem auf Corona-Belastungen, Materialknappheit sowie Preissteigerungen für Vorprodukte und Energie zurück. „Angesichts der durch die Pandemie verursachten negativen Einflüsse auf die Beschaffungsprozesse unserer Kunden und der teilweise massiven Verwerfungen in den globalen Lieferketten können wir dennoch mit unserem Ergebnis zufrieden sein“, heißt es in einer Mitteilung des Vorstands. „Dass es uns trotz allem gelungen ist, beim Auftragseingang einen neuen Rekord zu erzielen, unterstreicht die Zukunftsfähigkeit unserer integrierten Lösung und der zahlreichen neuen Produkte.“

Die init-Aktie ist heute mit einem Plus von 3,4 Prozent in den Xetra-Handel gestartet, aktuell kostet sie 27,40 Euro (Stand 8.3.2022, 9:07 Uhr). Seit 2020 ist der Börsenkurs stark gestiegen, auf Sicht von drei Jahren beträgt der Wertzuwachs 77 Prozent.

ECOreporter hatte die Aktie im Frühjahr 2020 hier zum Kauf empfohlen. Seitdem hat sie 56 Prozent an Wert gewonnen.

Seit August 2021 befindet sich die Aktie aufgrund von Gewinnmitnahmen und der zuletzt schwächeren Entwicklung des Unternehmens in einer Korrekturphase. Auf drei Monate gesehen ist der Kurs um 28 Prozent gesunken.

Damit ist die Aktie jetzt mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Geschäftsjahr 2021 von 15 wieder attraktiv bewertet. ECOreporter sieht trotz der aktuellen Beeinträchtigungen weiterhin gute Perspektiven für init – das Geschäftsmodell ist zukunftsträchtig und wirft bei überschaubarem Finanzaufwand solide Renditen ab. Anlegerinnen und Anleger können mit einer kleinen Position einsteigen.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Weichen stellen für die Klimawende: 20 nachhaltige Bahnaktien.

init innovation in traffic systems SE:

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