Nachhaltige Aktien

Maschinenbauer PVA TePla bekommt neue Chefin

Beim Maschinenbauer PVA TePla gibt es einen Wechsel an der Unternehmensspitze. Im Juli wird die derzeitige Finanzchefin Jalin Ketter als Vorstandssprecherin auf den bisherigen Vorstandschef Manfred Bender folgen. Das teilte das Unternehmen aus dem hessischen Wettenberg am gestrigen Dienstag nach Börsenschluss mit.

Benders Abschied kommt damit wenige Monate vor dem regulären Auslaufen seines Vertrags. Er gehe aus persönlichen Gründen und in "bestem Einvernehmen", heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

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Ketter ist seit 2015 bei PVA TePla und seit Mitte 2020 im Vorstand. Sie habe den Kurs des Unternehmens bereits entscheidend mitgeprägt und die Modernisierung vorangetrieben, sagte Aufsichtsratschef Alexander von Witzleben.

Der PVA TePla-Aktie ist heute im frühen Tradegate-Handel 3 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 22,56 Euro (Stand: 18.1.2023, 8:58 Uhr). Auf Monatssicht ist der Kurs um 14,5 Prozent gestiegen, im Jahresvergleich hat die Aktie 38,1 Prozent eingebüßt.

Das Ende des Chipbooms trifft die Aktie

PVA TePla  stellt etwa Kristallzuchtanlagen für Chiphersteller und die Solarindustrie her. Der Börsenkurs des Unternehmens war 2021 aufgrund der enorm angezogenen Nachfrage aus der Halbleiterindustrie stark gestiegen. Mit dem Ende des großen Chip-Booms kam 2022 ein deutlicher Kurseinbruch. Mittlerweile hat die Aktie die Gewinne der zwischenzeitlichen Rallye wieder vollständig abgegeben und notiert auf dem Preisniveau von Anfang 2021, vor dem großen Boom.

PVA TePla rechnet damit, seine Jahresziele für 2022 erreicht zu haben. Das Unternehmen bleibt aber ein riskantes Investment, trotz der hohen Kursverluste ist die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2022 von 29 teuer.

Interessierte Anlegerinnen und Anleger müssen darauf vertrauen, dass PVA TePla vor allem im Halbleitersegment dauerhaft lukrative Aufträge erhalten wird. Unbegründet ist diese Hoffnung nicht: Zu den Kunden von PVA TePla gehört etwa der ECOreporter-Aktien-Favorit Intel. Der US-Konzern erweitert aktuell seine Produktionskapazitäten deutlich – sagt einige Projekte aus Kostengründen aber auch schon wieder ab.

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PVA TePla AG: 

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