Nachhaltige Geldanlagen boomen - allerdings ist längst nicht alles wirklich grün, was grün aussieht. / Foto: Pixabay

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FNG-Studie: Mehr als 500 Milliarden Euro nachhaltig investiert

Nachhaltige Geldanlagen werden immer beliebter – vor allem bei privaten Anlegerinnen und Anlegern. Laut einer Studie des Forums Nachhaltige Geldanlage (FNG) stieg das in Deutschland nach sozial-ökologischen Kriterien investierte Vermögen im letzten Jahr um rund 50 Prozent auf über 501 Milliarden Euro.

Der hohe Anstieg resultiert allerdings zum Teil aus der Datenerfassung der Studie: Das FNG berücksichtigte erstmals alle Fonds, die nach Artikel 8 bzw. 9 der EU-Offenlegungsverordnung als nachhaltig ausgewiesen werden. Viele dieser Fonds sind allenfalls hellgrün, bei nicht wenigen liegt der Verdacht auf Greenwashing nahe (ECOreporter berichtete unter anderem hier).

Dem FNG zufolge waren 2021 93 Prozent der Fonds als Artikel 8-Fonds deklariert, die strengeren Artikel 9-Fonds kamen auf 7 Prozent. 246 Milliarden Euro und damit 16,7 Prozent des insgesamt in Deutschland in Publikumsfonds investierten Geldes steckte Ende 2021 in als nachhaltig beworbenen Produkten.

Privatanleger geben das Tempo vor

Laut der Studie stieg der Marktanteil grüner Fonds und Mandate im letzten Jahr von 6,4 auf 9,4 Prozent. Auf private Anlegerinnen und Anleger entfielen davon 131,2 Milliarden Euro oder 36 Prozent. Mit einem Plus von 230 Prozent wuchs der Markt für private Investoren deutlich stärker als der Markt für institutionelle Anleger.

Berücksichtigt man dazu noch die Kundeneinlagen der 15 vom FNG erfassten Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus und die Eigenanlagen, die von Banken unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien verwaltet werden, betrug das Gesamtvolumen Nachhaltiger Geldanlagen der Studie zufolge Ende 2021 501,4 Milliarden Euro.

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