Meyer Burger-Chef Gunter Erfurt fordert bessere Wettbewerbsbedingungen für die europäische Solarindustrie. / Foto: Meyer Burger

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Meyer Burger – „Die 500 Arbeitsplätze können gerettet werden“

Der Schweizer Solarmodulhersteller Meyer Burger könnte schon in wenigen Tagen das Aus für seine Fertigung im sächsischen Freiberg bekannt geben. Konzernchef Gunter Erfurt hofft allerdings weiter, das Werk retten zu können.

„Wenn Europa handelt, können die 500 Arbeitsplätze gerettet werden“, sagte er vor wenigen Tagen in der Schweizer TV-Sendung „CEO Talk“. Erfurt fordert in dem Beitrag „eine spezifische Solarförderung in Europa“. Technologisch seien insbesondere Deutschland und die Schweiz „mit China auf Augenhöhe, jetzt muss es nur noch mit der Industriepolitik klappen“. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Standorts Freiberg soll in der zweiten Februarhälfte fallen.

Meyer Burger hat 2023 tiefrote Zahlen geschrieben (ECOreporter berichtete hier). Das Unternehmen beklagt unfaire Wettbewerbsbedingungen, da China seine Solarfirmen viel stärker subventionieren würde als Europa. Meyer Burger erwägt daher, seine Solarmodulproduktion in die USA zu verlagern, um von dortigen Fördermaßnahmen zu profitieren.

Finanziell steht Meyer Burger derzeit nicht gut da, das Unternehmen braucht frisches Kapital. Auf Anfrage von ECOreporter teilte der Konzern mit, er benötige auf der Grundlage aktueller Prognosen ungefähr 450 Millionen Schweizer Franken (477 Millionen Euro), um einen positiven Cashflow erzielen zu können. Dies sei für 2025 zu erwarten, sofern die US-Produktion planmäßig hochgefahren werden könne.

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