Nahverkehrszug von Alstom. Das Unternehmen schleppt noch einige Altlasten mit sich herum. / Foto: Alstom

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien

Neue Metro-Linie: Alstom erhält 230-Millionen-Euro-Auftrag

Der französische Eisenbahnbauer Alstom soll Züge und Technik für eine vollautomatische Metro-Linie im Großraum Paris liefern. Wie schlägt sich die Aktie?

Konkret geht es bei dem neuen Auftrag um die Linie 18 des Netzwerks Grand Paris Express, die den Flughafen Orly mit dem Hauptbahnhof von Versailles verbinden soll. Für die 35 Kilometer lange Strecke ist ein fahrerloses System vorgesehen.

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Alstom hatte im August einen Auftrag für 21 neue S-Bahnen von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) an den Konkurrenten Siemens verloren, weil für die bestellten Alstom-Züge bis heute keine Betriebsbewilligungen vorliegen. Den Liefervertrag hatte 2016 die mittlerweile von Alstom übernommene Bahn-Sparte des kanadischen Konzerns Bombardier unterzeichnet. Seit der Übernahme Anfang 2021 ist Alstom der zweitgrößte Eisenbahnbauer der Welt hinter dem chinesischen Unternehmen CRRC, hat aber mit einigen teuren Altlasten von Bombardier zu kämpfen (ECOreporter berichtete hier).

Die Bombardier-Probleme belasten auch den Börsenkurs von Alstom. Die Aktie liegt auf Jahressicht 19 Prozent im Minus. Aktuell kostet sie im Tradegate-Handel 31,00 Euro (Stand 15.10.2021, 10:31 Uhr).  

ECOreporter sieht trotz der aktuellen Schwierigkeiten weiterhin gute langfristige Perspektiven für Alstom. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Geschäftsjahr 2021/22 von 19 ist die Aktie vergleichsweise günstig bewertet. Anlegerinnen und Anleger können überlegen, mit einer kleinen Position einzusteigen.

Lesen Sie auch: 20 nachhaltige Eisenbahnaktien: Unterwegs auf grünen Schienen.

Alstom S.A.: ISIN FR0010220475 / WKN A0F7BK

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