Nordex hat eine bewegte Woche hinter sich. / Foto: Unternehmen

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Nordex: Erst Großaufträge, dann Kurseinbruch

Der Hamburger Windanlagenbauer Nordex hat in der vergangenen Woche heftige Kursbewegungen erlebt. Zunächst beflügelt von neuen Aufträgen und der Politik, schloss die Aktie am Freitag wegen neuer Corona-Sorgen deutlich im Minus.

Der Wochenverlauf gestaltete sich für Nordex zunächst sehr erfolgreich: Am Dienstag erhielt das Unternehmen durch den Essener Energieversorger RWE einen Auftrag für die Lieferung und Errichtung von Windturbinen mit insgesamt 44 Megawatt (MW) in Frankreich, plus Servicevertrag für fünf Jahre. Am Donnerstag gab Nordex einen Auftrag aus Peru für Anlagen mit einer Leistung von 177 MW bekannt, inklusive Servicevertrag über zehn Jahre.

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Dazwischen gab es am Mittwoch mit der Einigung von SPD, Grünen und FDP über eine Ampelkoalition gute Nachrichten aus der Politik. Wie aus dem Koalitionsvertrag hervorgeht, soll Deutschland bis 2030 bis zu 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen. Da Analysten Nordex als möglichen Profiteur eines künftigen Windkraftausbaus sehen, machte die Aktie einen Sprung von mehr als 4 Prozent.

Corona dreht die Stimmung

Insgesamt legte die Nordex-Aktie zwischen Montag und Donnerstag knapp 11 Prozent zu. Am Freitag aber drehte sich wegen neuer Corona-Sorgen um die in Südafrika entdeckte Omicron-Variante die Stimmung, der Kurs stürzte ab und schloss letztlich 5,1 Prozent im Minus (Stand: 26.11.2021, 17:35 Uhr).

Aktuell ist die Nordex-Aktie im Tradegate-Handel 1,7 Prozent im Plus und kostet 15,84 Euro (Stand: 29.11.2021, 9:13 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 4,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 13,3 Prozent an Wert verloren.

ECOreporter rät vom Einstieg in die Nordex-Aktie unverändert ab. In einer Gewinnwarnung von Anfang November korrigierte Nordex die ohnehin schon bescheidenen Jahresziele noch einmal nach unten (ECOreporter berichtete hier). Der Windanlagenbauer schreibt schon seit längerer Zeit rote Zahlen, eine Trendwende ist aktuell nicht in Sicht. Das Hauptproblem des Konzerns bleiben die deutlich zu niedrigen Margen, die auch der hohe Auftragsbestand nicht ausgleichen kann.

Welche Aktien aus dem Windsektor die Redaktion aktuell für aussichtsreich hält, lesen Sie in unserem Branchenüberblick Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

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