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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Novo Nordisk: Zulassung von Wegovy für Behandlung von Lebererkrankung
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat in den USA erneut eine erweiterte Zulassung für seinen Gewichtssenker Wegovy erreicht. Das Medikament des ECOreporter-Aktien-Favoriten kann künftig auch bei Lebererkrankungen verschrieben werden.
Konkret geht es um die Anwendung gegen sogenannte metabolisch bedingte Steatohepatitis (MASH) bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis fortgeschrittener Leberfibrose, also einer Vernarbung der Leber. MASH ist eine schwere, fortschreitende Stoffwechselerkrankung, die ohne angemessene Behandlung tödlich verlaufen kann. Menschen mit Adipositas, also krankhaftem Übergewicht, sind davon laut Novo Nordisk besonders betroffen.
Erweiterung schon für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wegovy ist den Dänen zufolge das erste Mittel aus der Klasse der GLP-1-Medikamente, das eine entsprechende Zulassung erhalten hat. Solche Medikamente wirken, indem sie die Wirkung des körpereigenen Hormons GLP-1 nachahmen, was den Blutzuckerspiegel reguliert und das Sättigungsgefühl beeinflusst.
Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier zu nachhaltigen Gesundheitsaktien.
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MASH betrifft laut Novo Nordisk etwa einen von 20 Menschen in den USA. In den frühen Stadien verläuft die Erkrankung oft symptomfrei oder mit unspezifischen Symptomen, was zu einer verzögerten Diagnose führen kann.
Die Zulassung in den USA bedeutet für Novo Nordisk eine weitere erfolgreiche Erweiterung bei der Anwendung von Wegovy. Außer zur Gewichtssenkung kann das Medikament bereits auch bei gravierenden Herz-Kreislauf-Problemen verschrieben werden.
Auch in anderen Märkten hofft Novo Nordisk auf die Möglichkeit zur erweiterten Anwendung. Im Februar hat der Konzern die Zulassung zur Leberbehandlung bei der Europäischen Union beantragt, im Mai in Japan.
Die Novo Nordisk-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 3,1 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 45,42 Euro (Stand: 18.8.2025, 9:06 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 18,9 Prozent im Minus, im Jahresvergleich büßte der Konzern 63 Prozent an Wert ein.
Novo Nordisk befindet sich seit etwas mehr als einem Jahr in einer anhaltenden Korrekturphase. Grund für die Kursverluste sind allerdings nicht etwa schwache Geschäfte, sondern überzogene Erwartungen am Markt. Zuletzt steigerte der Konzern seinen Gewinn zweistellig – und dennoch reagierten Analysten enttäuscht, weil nicht noch mehr Geld verdient wurde.
Kursverluste sind keine Überraschung
ECOreporter hat in den letzten Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass Novo Nordisks erhebliche Kursgewinne aus einer einmaligen Marktkonstellation resultierten, die nicht dauerhaft bestehen wird. Zwischenzeitlich war Novo Nordisk die wertvollste Aktiengesellschaft Europas. Zuletzt ging es für den Kurs zwischenzeitlich auch wieder etwas aufwärts, weil der schärfste Konkurrent Eli Lilly mit Studiendaten enttäuschte. ECOreporter berichtete hier.
Die Redaktion schätzt Novo Nordisk aber unverändert als solides Investment ein. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12 für 2025 ist die lange überteuerte Aktie mittlerweile moderat bewertet. Anlegerinnen und Anleger brauchen hier zwar Geduld und eine erhöhte Toleranz für Kursschwankungen, ein Einstieg ist nach Einschätzung von ECOreporter aber wieder möglich. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 liegt bei guten 2,9 Prozent.
Novo Nordisk ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Nachhaltige Dividendenkönige. Zu unserem Unternehmensporträt gelangen Sie hier.
Novo Nordisk A/S: ISIN DK0062498333 / WKN A3EU6F
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