Orsted ist Weltmarktführer bei Windparks zu Wasser. Lohnt sich derzeit der Einstieg in die Aktie? / Foto: Orsted

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Orsted übernimmt Offshore-Windpark Ocean Wind 1 komplett

Der Windenergiekonzern Ørsted besaß bereits 75 Prozent der Anteile an dem Windenergieprojekt Ocean Wind 1 vor der Küste des US-Bundesstaates New Jersey. Jetzt übernimmt das dänische Unternehmen auch die übrigen 25 Prozent.

Verkäufer der Anteile ist die US-Gesellschaft PSEG, die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2023 abgeschlossen werden. Zum Übernahmepreis machen die beteiligten Unternehmen keine Angaben. Der Windpark soll über eine Leistungskapazität von 1,1 Gigawatt (GW) verfügen und Ende 2024 seinen Betrieb aufnehmen. Ørsted ist eigenen Angaben zufolge in den USA mit 5 GW in der Entwicklung Marktführer bei Windkraftanlagen auf dem Meer (Offshore-Windkraft).

Bis Ende 2030 will Ørsted weltweit 50 GW an Erneuerbare-Energien-Anlagen installiert haben, davon 17,5 GW Wind- und Solarparks an Land. Vom einstigen fossilen Geschäft des ehemaligen dänischen Staatskonzerns sind nur noch einige Gaskraftwerke übrig. Im ersten Halbjahr 2022 erzeugte das Unternehmen 93 Prozent seiner Energie aus regenerativen Quellen, vor allem aus Windkraft. Weitere Geschäftsbereiche neben Wind- und Solarenergie  sind grüner Wasserstoff und nachhaltiges Methanol, das als Treibstoff etwa in der Schifffahrt dienen kann. Ab 2025 plant der Konzern zudem, pro Jahr 400.000 Tonnen CO2 abzuscheiden und unter der Nordsee zu lagern.

Geschäftlich läuft es für Ørsted derzeit gut, Anfang November hat das Management seine Jahresprognose angehoben (ECOreporter berichtete hier).

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Die Ørsted-Aktie kostet im Tradegate-Handel aktuell 89,75 Euro (Stand 19.1.2023, 9:30 Uhr). Nach beträchtlichen Verlusten seit Anfang 2021 deutet sich seit Oktober letzten Jahres eine Erholung an, auf drei Monate gesehen ist der Kurs um 13 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich liegt die Aktie knapp 5 Prozent im Minus, auf fünf Jahre hat sich ihr Wert fast verdoppelt.

ECOreporter schätzt die Aussichten von Ørsted weiterhin als gut ein. Der Konzern hat als Weltmarktführer für Offshore-Windparks eine hervorragende Marktposition und stellt sich mit dem Ausbau seiner Onshore-Wind- und Solarsparte noch breiter auf. Lieferengpässe und den zunehmenden Wettbewerb mit großen fossilen Energieunternehmen wie RWE oder BP, die verstärkt auf den Erneuerbare-Energien-Markt drängen, managt Ørsted bislang gut.

Die lange zu teure Aktie ist nach den deutlichen Korrekturen der letzten Jahre mit einem erwarteten KGV von 15 aktuell nicht zu hoch bewertet für einen Einstieg. Die erwartete Dividendenrendite liegt zudem bei ordentlichen 2,1 Prozent. Die Ørsted-Anleihen schätzt ECOreporter ebenfalls als aussichtsreiche Investments ein. Im Dezember hat der Konzern große Teile einer 6,25-Prozent-Anleihe (ISIN XS0943370543) zurückgekauft.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Ørsted A/S: 

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